Marktschorgast

War der Brückentag berechtigt?

Die Sitzung des Marktgemeinderates verlief am Donnerstag eigentlich reibungslos. Doch dann sorgte der vergangene Brückentag der Rathausverwaltung für Kritik.
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Die öffentliche Sitzung des Marktgemeinderates dauerte am Donnertag nicht einmal eine halbe Stunde, doch am Ende gab es Kritik am Brückentag der Rathausverwaltung. Marktgemeinderat Andree Barth (CSU) stellte dazu fest, dass für die Bürger das Rathaus in der letzten Woche wegen des Feiertages Allerheiligen von Mittwochmittag bis Montagmorgen geschlossen blieb.

Barth sagte dazu: "An mich sind viele Meinungen aus der Bürgerschaft herangetragen worden und ich finde es nicht in Ordnung, dass das Rathaus komplett zugesperrt wird. Als Dienstleister haben wir die Verpflichtung, ansprechbar zu sein, denn die Bürger sind unsere Kunden."

Ohnehin personell unterbesetzt

Bürgermeister Hans Tischhöfer (FW) verwies darauf, dass er von der Verwaltung gefragt wurde und er seine Zustimmung für den Brückentag gegeben habe, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Verwaltung seit Monaten krankheitsbedingt personell unterbesetzt ist. So hatten die Mitarbeiter vier Tage Zeit zum Erholen und Ausspannen. "Wir haben bislang immer geschaut, dass zumindest zwei Verwaltungskräfte im Rathaus sind und in Zukunft werden wir das gerne wieder anders machen", sagt Bürgermeister Tischhöfer.

Zu Beginn der Sitzung hatte Tischhöfer seinem Stellvertreter Nikolaus Ott (SPD) zur Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille des Freistaates Bayern in Bronze gratuliert, die dieser am Donnerstag erhielt. Dabei verlas Tischhöfer auch die Laudatio von Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz.

Zum Bauvorhaben der Eheleute Anna und Thorsten Backer wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Die Bauwerber wollen in Rohrersreuth den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit einer Doppelgarage vornehmen. Die Dachneigung wurde entgegen der Vorgabe der Einbeziehungssatzung von 35 bis 45 Grad auf 20 Grad geändert. Das Dach der Garage wird dagegen nur eine Dachneigung von zehn Grad haben.

Keine Einwände hatte das Gremium zur Bauleitplanung des Marktes Stammbach für das Sondergebiet "Photovoltaikanlage Stammbach-Förstenreuth". Verbunden ist damit eine Änderung des Flächennutzungsplanes der Nachbargemeinde.

Auch für die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Sondergebiet "Bauhof- und Freizeitgelände Hügelwiese" der Stadt Gefrees sah der Marktgemeinderat keine Beeinträchtigung des Marktes Marktschorgast.

Marktgemeinderat Marc Benker (CSU) regte an, die Bürgerschaft ähnlich wie im vergangenen Jahr mit der Verteilung von Flyern auf die Feierstunde der Marktgemeinde zum Volkstrauertag am Ehrenmal aufmerksam zu machen. Die Flyer werden auch von den Mitgliedern des Marktgemeinderates wieder persönlich an die Haushalte verteilt.

Bürgermeister Tischhöfer gab noch eine Einladung des Kleintierzuchtvereins Marktschorgast bekannt, der in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen feiert und zur Jubiläumsschau am 1. und 2. Dezember 2018 in die Turnhalle einlädt. Die Eröffnung ist am 1. Dezember um 14 Uhr.



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