Fetzelhofen

Wanderer erfahren Wissenswertes über den Wald

Die Kreisgruppe Höchstadt-Herzogenaurach des Bundes Naturschutz (BN) hatte gemeinsam mit dem Obst- und Gartenbauverein Fetzelhofen-Ailsbach zu einer Wanderung mit Startpunkt Fetzel...
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Die Wanderung war sehr gut besucht. Foto: privat
Die Wanderung war sehr gut besucht. Foto: privat
Die Kreisgruppe Höchstadt-Herzogenaurach des Bundes Naturschutz (BN) hatte gemeinsam mit dem Obst- und Gartenbauverein Fetzelhofen-Ailsbach zu einer Wanderung mit Startpunkt Fetzelhofen eingeladen.
In seinen einführenden Worten wies der BN-Kreisvorsitzende Helmut König auf die Tatsache hin, dass man auch Bayern die Aufgabe habe, die wertvollen naturnahen Wälder, wie zum Beispiel Teile des Steigerwalds zu schützen, und dies nicht nur für den Amazonasraum fordern sollte.
Der pensionierte Forstoberrat Hartmut Strunz erläuterte dann den Zusammenhang zwischen Naturschutz, Schutzzonen sowie den Erfordernissen an den Naturschutzgedanken in ausgewiesenen Naturparks wie eben dem Naturpark Steigerwald, in dessen südöstlicher Randzone auch die aktuelle Wanderung anberaumt war. Außerdem sprachen sich die BN-Vertreter für die Gründung eines Nationalparks im Steigerwald mit seinen uralten Buchenbeständen in Anlehnung an die Vorgaben der Bundesregierung, welche die Ausweisung von wenigstens fünf Prozent aus der Nutzung genommener Wälder vorsieht, aus. Hierfür kommen allerdings anders als für einen Naturpark ausschließlich nichtprivate Wälder infrage. Auf der weitaus überwiegenden Restfläche wird vom BN eine nachhaltige Nutzung des Rohstoffes Holz bei naturschonender Vorgehensweise keineswegs infrage gestellt.
Auf der anschließenden Wanderung konnte man erfahren, wie die Mittelgebirgslandschaft Steigerwald hinsichtlich der Zusammensetzung der Baumarten früher einmal aussah, dass nämlich besonders der Eichenanteil neben der Buche wesentlich höher als heute war und dass die Kiefer gar keine große Bedeutung hatte. Gerade in privaten Wäldern sei sie als schnellwachsende Baumart angepflanzt worden, um rasch zu einem Ertrag zu kommen. In unseren ursprünglichen Urwäldern war die Kiefer eine Art, die sich lediglich auf Extrem-Standorten behaupten konnte, zum Beispiel auf trockenen Flächen mit felsigem Untergrund bzw. auf Sandbänken in Flussbereichen. Neben der Rotbuche und der Eiche kam früher auch die Hainbuche viel häufiger vor. Die Fichte hat keine besondere Bedeutung im Steigerwald. red
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