Effeltrich

Wandbild wurde Musical-Vorlage

Die Aufführung der Effeltricher Grundschüler vereint Heimatgeschichte mit dem Geschehen in der Gegenwart.
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Die Effeltricher Grundschüler setzten den "Tanz unter der Linde" in Szene. Hier ist für alle Platz, lautete das Motto.  Foto: Dagmar Niemann
Die Effeltricher Grundschüler setzten den "Tanz unter der Linde" in Szene. Hier ist für alle Platz, lautete das Motto. Foto: Dagmar Niemann

Eine Wand in der Pausenhalle der Effeltricher Schule schmückt ein 15 Meter langes Wandgemälde von Wendelin Kusche. Der zu seiner Zeit sehr geschätzte Künstler gestaltete dieses Kunstwerk vor genau 50 Jahren. Es trägt den Titel "Der Festzug" und zeigt wichtige Szenen aus dem Dorfleben und Personen, die damals in Effeltrich gelebt haben und von älteren Dorfbewohnern noch heute wiedererkannt werden. Die Grundschüler des Dorfes haben sich nun gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und dem Musiklehrer mit diesem außergewöhnlichen Zeitdokument beschäftigt. Sie haben Texte und Lieder von damals mit dem heutigen Leben verglichen. Herausgekommen ist das Musical "Wir erwecken unser Wandbild zum Leben".

Wichtige Ereignisse aus der Effeltricher Geschichte wie die Pflanzung der Linde, die Legende vom Heiligen Georg, dem Schutzheiligen der Kirchenburg, der Versuch der feindlichen Nürnberger, die Kirchenburg einzunehmen, die Fronleichnamsprozession, bei der damals wie heute Tracht getragen wird, stellten die Kinder szenisch dar.

Beim Tanz unter der Linde wurden ein griechisches und ein indisches Mädchen in ihren Kreis aufgenommen, denn "unter unserer Linde ist Platz für alle". Mit dieser frohen und optimistischen Aussage endete das Musical.

Die Zuschauer in der voll besetzten Turnhalle bedankten sich für die heitere, stimmungsvolle Aufführung mit anhaltendem Beifall. In den Gesprächen am Buffet, das der Elternbeirat vorbereitet hatte, gab es viel Lob für das gelungene Projekt, an dem viele Effeltricher mitgearbeitet hatten. Das Bühnenbild musste gebaut und farblich gestaltet, die Trachten für Kinder mussten angepasst werden, und auch hinter der Bühne und im Zusammenhang mit der Technik war einiges zu bewegen. Dabei wurde auch die Erinnerung an Wendelin Kusche und an die von ihm festgehaltene Zeit wieder lebendig. Mit einem Glas Wein in der Hand begaben sich nicht wenige Zuschauer in die Pausenhalle, um das Wandgemälde aus dem Jahre 1969 genauer zu betrachten. ni

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