Stockheim
Bergbaugeschichte

Wallfahrt nach Vierzehnheiligen erinnert an Grubenunglück

Am Samstag, 13. April, organisiert der Förderverein Bergbaugeschichte Stockheim/Neuhaus gemeinsam mit der Bergmannskapelle und dem Knappenverein Stockheim eine Wallfahrt nach Vierzehnheiligen. Vier Ta...
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Am Samstag, 13. April, organisiert der Förderverein Bergbaugeschichte Stockheim/Neuhaus gemeinsam mit der Bergmannskapelle und dem Knappenverein Stockheim eine Wallfahrt nach Vierzehnheiligen.

Vier Tage lebendig begraben waren zwölf Bergleute in der Steinkohlengrube Maxschacht in Stockheim. Vor 140 Jahren, am Gründonnerstag 1879, geschah das Unglück. Die Grubenstrecke war eingebrochen und versperrte den Weg. Die Rettungsarbeiten begannen sofort, auch die Eingeschlossenen versuchten ihr Möglichstes. Erst am Ostermontag konnten sie wieder das Tageslicht sehen. Alle zwölf waren gerettet. Die Geretteten gaben in der Grube ein Gelübde ab. Einen Monat später lösten sie es ein. Die Bergleute gingen barfuß mit brennenden Grubenlampen nach Vierzehnheiligen. Diese Dankeswallfahrt der Bergleute will man nachempfinden. Vor zehn Jahren hat der Förderverein die Wallfahrt wieder ins Leben gerufen.

Die Pilger treffen sich um 5 Uhr in der Kirche, um den Pilgersegen durch Diakon Wolfgang Fehn zu empfangen. Anschließend geht es auf dem Bergmannsweg nach Burggrub und Mitwitz. In Neuensee werden die Pilger wieder von Frau Ender zur Rast eingeladen. An Michelau vorbei geht es nach Oberwallenstadt, Lichtenfels und Vierzehnheiligen. Um 15.30 Uhr wird der feierliche Einzug der Pilger, Musiker und Knappen sein. Um 16 Uhr wird die Wallfahrermesse, musikalisch begleitet von der Bergmannskapelle und den Sängern des Volkstrachtenvereins Zechgemeinschaft Neukenroth, beginnen.

Es fährt ein Bus nach Vierzehnheiligen, es besteht Mitfahrmöglichkeit zur Wallfahrermesse - Anmeldung erforderlich. Abfahrt 13.45 Uhr am Rotkreuzheim in Stockheim. Der Bus fährt nach der Messe wieder zurück. Für die Pilger ist nach der Messe eine Einkehr geplant, dann fährt ein zweiter Bus zurück. Für beide Busse übernimmt der Förderverein die Kosten. Näheres bei Gerwin Eidloth 09265/9146481 oder Günther Scheler 09265/1750. red

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