Bei herrlichem Spätsommerwetter beteiligten sich an der 35.Wallfahrt seit Wiederaufnahme 68 Wallfahrer an der Wallfahrt zur ältesten Marienwallfahrtsstätte des Erzbistums Bamberg nach Marienweiher.
"Die Geschichte der Wallfahrt reicht bis ins letzte Jahrhundert zurück. Der Grund der Wallfahrt, wahrscheinlich ein Gelöbnis oder Versprechen, liegt im Dunkeln, da keine Aufzeichnungen mehr darüber zu finden sind", erklärte Wallfahrtsfüher Richard Lurz jun.


Ein altes Versprechen

"Die Wallfahrt nach Marienweiher soll jedem von uns zu jährlichen Teilnahme bewegen, damit das Versprechen weiterhin aufrecht erhalten werden kann", fügte Lurz an. Die Pilger aus den Ortschaften Grundfeld, Wolfsdorf, Schönbrunn, der Stadt Bad
Staffelstein sowie weiteren Orten am Obermain lösten damit auch heuer wieder ein altes Versprechen ein.
Mit dem Lied "Beim frühen Morgenlicht" waren die Pilger zunächst von Grundfeld aus zu Fuß zum Bahnhof nach Lichtenfels gezogen. Von dort fuhren sie mit der Bahn nach Ludwigschorgast, ehe sie die Reststrecke wieder zu Fuß zurückgelegten. In der päpstlichen Basilika von Marienweiher begrüßte Wallfahrtsseelsorger Pater Witalis Stanis die Pilger.
Am Nachmittag ging es mit dem Kreuzweg rund um die Basilika weiter, bevor sich die Pilger in der päpstlichen Basilika zur Abendandacht versammelten. Am Wallfahrtsort wurden für ihre 25. Teilnahme an der Grundfelder Wallfahrt die beiden Musiker Hartwig Hümmer und Hans-Rudolf Stich durch den Wallfahrtsseelsorger Pater Witalis mit einer Jubiläumsurkunde geehrt und einer Kerze mit dem Gnadenbild. Nach dem Wallfartsamt am Sonntagvormittag verabschiedeten sich die Pilger am Gnadenort. Nach der Ankunft in Lichtenfels wurde in der St.-Jakobus-Kapelle kurz zu einem Gebet Halt gemacht, ehe es nach Grundfeld weiterging, wo die Angehörigen bereits auf die Wallfahrer warteten.
Dabei waren eine Umarmung und das Überreichen von Blumen Gesten der Freude und des Wiedersehens. "Das war ein rührender Moment für jeden Wallfahrer", schwärmten langjährige Pilger.


Gute Disziplin

Der Wallfahrtsführer Lurz sprach allen Pilgern am Grundfelder Kreuz seinen Dank aus, die zum guten Gelingen der Wallfahrt beigetragen haben, und lobte die gute Disziplin sowie namentlich den Bildträger Bastian Zipfel, den Lautsprecherträger Michael Dusold und die Verkehrsregler Markus Bräutigam, Katharina Lurz, Julian Schaad, Lena Schwarz und Klaus Zipfel, die dafür sorgten, dass die Wallfahrt unfallfrei über die Bühne ging.
Die "Nothelferkapelle" begleitete die Wallfahrt musikalisch. Gerd Klemenz