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Herzogenaurach

Waldpflege statt Freitags-Demo

Die Herzogenauracher Realschüler leisten seit 2012 einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, indem sie eine Fläche im Dohnwald aufgeforstet haben und sich dort regelmäßig um die jungen Bäume kümmern.
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Mit Sägen ausgerüstet ging es für die Schüler ins Unterholz. Foto: Gabriela Ruyter
Mit Sägen ausgerüstet ging es für die Schüler ins Unterholz. Foto: Gabriela Ruyter

Seit 2012 pflegen die Schüler der Realschule im November die Herzogenauracher Wälder. Die Waldpflege ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Biologieunterichts. "In der Realschule steht der Lebensraum Wald im Lehrplan", erklärt Antonia Weng, Fachbereichsleiterin für das Fach Biologie an der Realschule.

Und so konnte die Försterin Heike Grumann im Unterricht die Siebtklässler auf die Pflegearbeiten im Wald vorbereiten. Besonders wichtig ist es ihr, "dass sorgfältig und sicher gearbeitet und Rücksicht auf die gepflanzten Bäume genommen wird". Mit Sägen und Gartenscheren ausgerüstet nahmen trotz schlechten Wetters rund 100 Siebtklässler an der Aktion teil.

Dieses Jahr stand die Pflege einer Aufforstungsfläche im Dohnwald auf dem Programm, die die damaligen Siebtklässler im Jahr 2012 angelegt hatten. Die Waldcorporation Herzogenaurach hatte der Realschule damals die etwa 0,34 Hektar große Fläche für die Aufforstung zur Verfügung gestellt. Seither hat die Schule eine Pflegepatenschaft für den jungen Waldbestand. Die wenig klimatoleranten Gehölze wurden vorher gelb markiert, damit die Schüler sie kürzen konnten. Es sind vor allem Birken, die die gepflanzten Baumarten wie Eiche, Hainbuche und Winterlinde zu überwuchern drohen.

Angeleitet wurden die Schüler vor Ort von Heike Grumann vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth, Forstrevier Erlangen, sowie Fabian Griwa von der Waldbesitzervereinigung Erlangen-Herzogenaurach. Bürgermeister German Hacker (SPD) und Schulleiter Ulrich Langer besuchten die Siebtklässler bei ihrer Pflegeaktion und zeigten sich von der Tatkraft der Jungen und Mädchen beeindruckt. Wichtig ist es dem Schulleiter, dass die Schüler nicht nur für das Klima demonstrieren, sondern auch an zukunftsorientierten Aktionen teilnehmen. Als kleines Dankeschön gab es von der Stadt unter der Regie von Monika Preinl vom Umweltamt heißen Tee und Wienerle, die im großen Kessel über dem offenen Feuer garten.

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