Veitlahm
Pädagogik

Waldorfkindergarten feiert

Wie ein Stein, der ins Wasser fällt und immer größere Kreise zieht, wurde der pädagogische Impuls, den Rudolf Steiner mit der Waldorfpädagogik in die Welt setzte, immer weiter und weiter getragen. 191...
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Wie ein Stein, der ins Wasser fällt und immer größere Kreise zieht, wurde der pädagogische Impuls, den Rudolf Steiner mit der Waldorfpädagogik in die Welt setzte, immer weiter und weiter getragen. 1919 eröffnete er in Stuttgart die erste Waldorfschule. 100 Jahre später gibt es rund um den Globus verteilt etwa 1100 Waldorfschulen und beinahe 2000 Waldorfkindergärten. Dieses Jubiläum wird am heutigen Samstag von 14 bis 17 Uhr auf dem Gelände des Waldorfkindergartens in Veitlahm (beziehungsweise ein Stück den Patersberg hinauf) gefeiert.

Es ist wohl die Uridee Steiners, Kindern eine schützende Hülle zu schaffen, in der sie frei von gesellschaftlichen Strömungen und pädagogischen Moden ihrem Wesen gemäß heranwachsen dürfen. Vorbild und Nachahmung, das freie Spiel und reale Sinneserlebnisse bilden zusammen mit einer ehrfurchtsvollen, achtsamen Haltung dem Kind gegenüber den Raum, in dem ein kleiner Mensch ganzheitlich und gesund zu einem starken, selbstbewussten Erwachsenen werden kann.

Die Kindergärten aus Oberfranken haben sich zusammengetan, um heute des 100-jährigen Bestehens der Waldorfbewegung zu gedenken. Symbolisch für die Verbundenheit mit allen Waldorfkindergärten wurde Spielmaterial hergestellt, um damit einen anderen Waldorfkindergarten zu beschenken, der weniger gut ausgestattet ist.

Bei einem fröhlichen Fest gemeinsam mit allen Eltern und Kindern werden die einzelnen Projekte vorgestellt, 100 einzelne Spielsachen, nach Möglichkeit von Hand gefertigt und auf die Bedürfnisse des Partnerkindergartens abgestimmt. Die Wahl des Waldorfkindergartens in Veitlahm fiel auf den Kindergarten des "Pro-A-Kids-Projekts" in Afrika, das auch von der Waldorfschule unterstützt wird. Über Wochen filzten, nähten und häkelten Eltern und Mitarbeiter und hatten schließlich einen Fundus an kleinen Geschenken. Mitarbeiterin Margit Borgböhmer wird nach Kenia fliegen und die Gaben dort übergeben. red

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