Erlangen
Versorgung

Waldkrankenhaus baut Notaufnahme um

Ärzte und Pflegekräfte hasten durch die Gänge. Ein schneller Blick in die Unterlagen, schon geht es ins nächste Behandlungszimmer. Irgendwo klingelt ein Telefon, doch niemand kann sich darum kümmern. ...
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Pflegekraft Bettina Secibovic übernimmt als Koordinatorin die Einstufung der Dringlichkeit. Foto: privat
Pflegekraft Bettina Secibovic übernimmt als Koordinatorin die Einstufung der Dringlichkeit. Foto: privat

Ärzte und Pflegekräfte hasten durch die Gänge. Ein schneller Blick in die Unterlagen, schon geht es ins nächste Behandlungszimmer. Irgendwo klingelt ein Telefon, doch niemand kann sich darum kümmern. Schließlich sitzen im Wartebereich viele Patientinnen und Patienten. Der Andrang ist groß, der Zeitdruck auch ... ein häufiges Bild in vielen deutschen Krankenhäusern, heißt es in einer Pressemitteilung des Erlanger Waldkrankenhauses.

Jährlich erhöhen sich die Patientenzahlen in den Notaufnahmen um rund fünf Prozent und die Wartezeiten für die Patienten gehen teilweise ins Unerträgliche. Das Malteser Waldkrankenhaus St. Marien will mit einem Umbau zur Entlastung für seine rund 12 000 Notfallpatienten im Jahr beitragen.

In der Mitte der bestehenden Notaufnahme befindet sich nun die neue Zentrale. Dort arbeiten Ärzte und Pflegekräfte Hand in Hand, auch die Anmeldung der Patienten erfolgt dort. Gegenüber und auf Sichtweite befindet sich der Wartebereich, somit hat das Personal alle Patienten im Blick. Und vor allem die Patienten und Angehörige sehen so, "ich bin hier gut aufgehoben und werde nicht vergessen".

Behandlung nach Dringlichkeit

Sofort beim Eintreffen der Patienten wird der akute Behandlungsbedarf aller Patienten anhand der Symptome und zentraler Vitalparameter eingestuft. Zuständig im Waldkrankenhaus ist dafür der neue Koordinator. Dieser stellt fest, um wen sich die Behandlungsteams zuerst kümmern müssen. Alle Patienten werden weiterhin bestens versorgt, aber konsequent nach Dringlichkeit. So werden echte Notfälle sofort versorgt und die Wartezeiten verkürzt.

Ärzte und Pflegepersonal können sich somit komplett auf die Patienten konzentrieren und werden zusätzlich durch Mobilität und Digitalisierung entlastet. Denn dank digitalisierter Abläufe und mobiler PCs werden zusätzliche Laufwege minimiert und auch damit bleibt mehr Zeit für die Versorgung der Notfallpatienten. Vor allem sei es den Maltesern darum gegangen, durch die Augen derer zu schauen, die in der Notaufnahme zurechtkommen müssen - Patienten wie Personal. red

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