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Kulmbach

Wahrlich kein Märchenbuch

Am Kulmbacher MGF-Gymnasium kann man interaktiv in die Welt der Bibel eintauchen. Auch Gäste sind willkommen.
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Sechstklässler erfahren Wissenswertes über die Drucktechnik und die Gutenberg-Bibel.  Fotos: Uschi Prawitz
Sechstklässler erfahren Wissenswertes über die Drucktechnik und die Gutenberg-Bibel. Fotos: Uschi Prawitz
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Am MGF-Gymnasium will eine interaktive Wanderexposition mit dem Titel "Abgestaubt - die Bibelausstellung" derzeit Mut machen, mal wieder das Buch der Bücher aus dem Regal zu nehmen.

Volker Schnüll, Lehrer an der theologischen Fachschule Brake, ist eigens mit 14 seiner Studierenden nach Kulmbach gekommen, um in einer Aktionswoche Schülern aller Jahrgangsstufen Wissenswertes rund um die Bibel zu vermitteln.

Augenzeugenberichte

"Die Ausstellung war ein Projekt unserer Schule. Wir wollen darstellen, dass die Bibel immer noch kulturell relevant ist", sagte Schnüll. Dabei seien die Bibeltexte durchaus gut überliefert und kein Märchenbuch in dem Sinn, denn "es handelt sich um Augenzeugenberichte."

Angelika Sachs von der Fachschaft Religion und Ethik am MGF hat die Ausstellung organisiert und weiß: "Die Bibel ist das meistgelesene Buch der Welt, auch wenn das Lesen in einigen Ländern nur unter Lebensgefahr möglich ist."

Wasserfestes Exemplar

In diesem Zuge machte sie auf ein wasserfestes Exemplar aufmerksam: "Zeuge des Erfindungsreichtums von Menschen, um ihre Bibel im Falle von Hausdurchsuchungen zu verstecken."

Doch nicht nur besondere Bibeln zeigt die Ausstellung in der Pausenhalle des Markgraf-Georg-Griedrich-Gymnasiums.

Aufgeteilt in sechs Module finden das Alte und Neue Testament, die Gutenberg-Bibel, Martin Luther sowie viele Zahlen und Fakten Berücksichtigung, auch wird die persönliche Bedeutung der Bibel beleuchtet.

"Die Bibel hat nicht zu allen Zeiten die gleiche Bedeutung für jedermann", sagte Pfarrer Ulrich Winkler und pflichtete damit Oberbürgermeister Henry Schramm bei, der meinte: "Manch schwere Situation lässt sich nur mit Glauben bewältigen." Der OB hält es für eine tolle Sache, die Bibel den Kindern auf solch moderne Weise näherzubringen.

"Die Bibel interaktiv mit neuen Medien darzustellen, ist großartig, eine besondere Ausstellung in einem ganz besonderen Raum", pflichtete Landrat Klaus Peter Söllner seinen Vorrednern bei.