Eschenbach

Wackelt der Glockenturm?

Die Eschenbacher brachten ihre Anliegen und Anregungen vor.
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"Das Jubiläum des 20-jährigen Bestehens der Dorfkapelle hat gezeigt, dass eine solche Einrichtung die Dorfgemeinschaft zusammenschweißt. Darauf könnt ihr stolz sein und es war ein gelungenes Fest", betonte Bürgermeister Michael Ziegler bei der Bürgerversammlung im Feuerwehrhaus von Eschenbach.

Ziegler meinte, dass in dem kleinsten Stadtteil von Eltmann zuletzt zwar nicht so viel los gewesen sei, aber man könne doch feststellen, dass das neue Feuerwehrhaus, in dem man tage, wirklich gelungen sei. Auch in die Feuerwehr sei ein neuer Schwung gekommen. Froh zeigte er sich darüber, dass zwei junge Bürger ihre Bereitschaft erklärt hätten, bei der nächsten Wahl für die Ämter der Kommandanten zu kandidieren. "Ich habe höchsten Respekt vor solchen jungen Bürgern und auch vor Damen, die sich hier sehr aktiv engagieren. Der Dank gilt aber auch der bisherigen Führung", erklärte Ziegler.

Für Eschenbach werde sich die Stadt Eltmann jetzt Gedanken machen über die technische Ausrüstung, denn das alte Fahrzeug sei in die Jahre gekommen. Hier werde man sich unterhalten müssen, welches Fahrzeug für den Stadtteil das Beste sei.

Neue Spielplätze

Auch ein neuer Spielplatz steht auf der Agenda. "Wir wollen diesen Spielplatz aber, wie auch in den anderen Stadtteilen, mit den Kindern und der Ortsgemeinschaft planen. Unser Ziel ist es, dass bis zum Jahr 2021 jeder Stadtteil einen neuen Spielplatz hat, und da geht es jeweils immer um 50 000 bis 60 000 Euro. Ich bin jedes Mal begeistert und stolz, wie die Kinder dabei im Vorfeld über ihren Spielplatz diskutieren und konkrete Gestaltungwünsche einbringen."

In einer sehr regen und sachlichen Diskussion brachten die Bürger Anregungen zu verschiedenen Punkten ein. "Bei jedem Kehren in der Dorfstraße muss ich Asphalt entsorgen", meinte Thomas Resch und konnte sich nicht verkneifen zu sagen: "Sogar im Osten trifft man auf bessere Straßen, und wenn wir in Eltmann wären, wäre es schon gemacht. Aber wir sind ja in Eschenbach." "Außerdem laufen bei starken Regenereignissen die Sinkkästen über und gerade am Wallberg sollte man die öfter reinigen", schob Thomas Reichelt nach. Der Bürgermeister versprach, dies mit dem städtischen Bauhof zu besprechen.

Wie locker und entspannt die Diskussion verlief, konnte man beim nächsten Punkt erleben. Manuela Schmitt kam auf das Gemeindehaus zu sprechen: "Am Gemeindehaus mit Glockenturm wackelt der Turm wie die Sau". Worauf der Bürgermeister meinte: "Den Turm haben wir doch erst gestrichen." Darauf hörte man spontan von einem Zuhörer: "Sollen wohl die Farben ihn zusammenhalten?" "Aber wir schauen es uns an", kam aus der Führungsetage.

Manuela Schmitt ging dann noch auf den Friedhof in Eltmann ein, der auch für die Eschenbacher da ist. "Viele Gräber werden aufgelöst, dementsprechend sieht der Friedhof aus." An vielen Stellen wachse das Unkraut und hier müsse man sich etwas überlegen, sagte sie.

Wahllokal

Ein Feuerwehrmann fragte nach dem Stand des Breitbandaus-baus, der nach Aussagen des Bürgermeisters zum größten Teil erledigt sei. Es wurden auch Netzprobleme angesprochen, insbesondere beim Mobilfunk. Hier soll nach den Worten des Bürgermeisters entlang der Autobahn etwas geschehen.

Günther Hofmann, Eschenbacher Stadtrat, sprach die nächste Kommunalwahl an und das Problem, ob in Eschenbach überhaupt noch ein Wahllokal geöffnet werde. Wenn dies nicht mehr der Fall wäre, könnten unter Umständen gerade ältere Leute nicht mehr ins Wahllokal kommen, befürchtet er.

Bürgermeister Michael Ziegler erklärte hierzu, dass dies keine Willkür der Stadt sei, sondern die Frage auftauche, ob bei einer bestimmten Zahl von Wählern das Wahlgeheimnis noch gegeben sei. So gebe es die Regel, dass mindestens 50 Wähler zur Wahl gehen müssten, um diese Voraussetzung zu erfüllen. Es sei aber die Briefwahl so angestiegen, dass keine 50 Wähler mehr erscheinen würden. Die Briefwahl sei einfacher geworden und man könne sie ohne triftigen Grund beantragen. Außerdem würde er, so Ziegler, bei großen Stimmzetteln mit vielen Kandidaten (bei der Wahl zum Kreistag) sogar dafür plädieren, diese Wahl zu Hause über Briefwahl auszuführen. Möglicherweise werde man ein Wahllokal in Dippach einrichten, das auch für die zwei Stadtteile Roßstadt und Eschenbach zuständig sei. gg

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