Bamberg
bamberg.inFranken.de  Die Mitgliederversammlung zeigt: Die Sektion Bamberg im Deutschen Alpenverein ist gut aufgestellt.

Wachstumstrend im Verein hält an

Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung der Sektion Bamberg des Deutschen Alpenvereins blickte Erster Vorsitzender Klaus Müller auf die Arbeitsschwerpunkte des 131. Sektionsjahres zurück. Er verwie...
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Das idyllisch gelegene Würgauer Haus wird von den Mitgliedern gerne genutzt.  Foto: p
Das idyllisch gelegene Würgauer Haus wird von den Mitgliedern gerne genutzt. Foto: p

Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung der Sektion Bamberg des Deutschen Alpenvereins blickte Erster Vorsitzender Klaus Müller auf die Arbeitsschwerpunkte des 131. Sektionsjahres zurück. Er verwies auf den nach wie vor anhaltenden Wachstumstrend, der bis Mitte Februar 2019 einen Stand von 6544 Mitgliedern gebracht hat.

Die Sektion hat stabile Finanzen mit einem deutlichen Überschuss durch die Hütten und die große Mitgliederzahl. Im Umfeld der Neuen Bamberger Hütte wurden die Kläranlage und die Brücken erneuert. Da Beruf und ehrenamtliche Tätigkeit in einer derart großen Sektion nicht mehr ohne Weiteres zu vereinbaren sind, soll die Geschäftsstelle aufgestockt werden.

Schatzmeister Reinhold Kraus konnte auf einen positiven Kontostand zum Ende des Jahrs 2018 verweisen; wobei auch die Darlehen zum Hüttenum- und -ausbau um knapp 25 000 Euro getilgt werden konnten. Diese gelungene Baumaßnahme sowie der sehr aktive neue Hüttenwirt bewirkten, dass das Ergebnis der Hütte aus dem Geschäftsbetrieb mit rund 29 000 Euro positiv war.

Ausbildungsreferent Harald Keiling verwies auf viele Ausbildungs- und Führungstouren: Mehr als 60 aktive Übungsleiter und Trainer führten viele Veranstaltungen mit über 300 Teilnehmern durch. Dazu kommen noch die Fahrten der vielen Kinder- und Jugendgruppen, die bis nach Tschechien und in die Alpen führten, wobei hier bis zu neun regelmäßige Gruppenveranstaltungen pro Woche abgehalten werden. Das Referat Wandern unter Peter Schmidt führte zwölf Mehrtagesfahrten, 16 Tages- und Themenwanderungen sowie sieben Seniorentreffs durch.

Skireferent Matthias Werb resümierte den Winter 2017/18 als schneearm, aber stabil und planbar, alle geplanten Veranstaltungen konnten durchgeführt werden. 18 aktive Übungsleiter und zwei Anwärter leisteten 86 Übungsleitertage. Die Kinder- und Jugendskikurse seien nach wie vor ein fester Bestandteil des Vereinslebens, manche Kinder kämen sechs Jahre hintereinander durch alle Altersstufen. Laut dem oberfränkischen Skiverband ist Bamberg der bestausgebildetste Standort in Oberfranken.

Hüttenwart Otto Gebhard detaillierte mit dem Wegewart Eberhard Dörfler die Baumaßnahmen im Umfeld der Neuen Bamberger Hütte in den Kitzbühler Alpen. Außerdem wird derzeit an einem neuen Energiekonzept gearbeitet, da bedingt durch die Wasserknappheit im See Engpässe in der Stromversorgung drohen. In der aktuellen Wintersaison leistete der Hüttenwirt großen Einsatz, bedingt durch die riesigen Schneemengen. Ein Hüttenflyer ist inzwischen in der Geschäftsstelle und im Download (www.alpenverein-Bamberg.de) verfügbar.

Rosi Hollfelder, die die zweite Immobilie der Sektion, das Würgauer Haus bei Scheßlitz, betreut, berichtete, dass die Hütte mit 27 Vermietungen gut belegt war, für 2019 ist das Würgauer Haus bereits bis Ende August ausgebucht.

Naturschutzreferent Matthias Ott erläuterte die Mitwirkungsrechte das DAV im Naturschutzbereich, die zu Stellungnahmen, zum Beispiel auch gegen die Rodung im Hauptsmoorwald, und Teilnahmen an der Auftaktveranstaltung für Natura 2000 führen.

Leona Lober berichtete über eine bereits langjährige Grabung in einer Doline bei Würgau sowie die Teilnahme von Mitgliedern der Höhlenfreunde an Höhlenforscher-Veranstaltungen und zahlreichen Höhlenbegehungen im In- und Ausland.

Das Referat Mountainbike unter Christian Hümmer hatte 17 Kurse und Touren mit 132 Teilnehmern durchgeführt. Stephan Bräuninger nannte Zahlen zum Internetauftritt der Sektion: 27 359 Nutzer und 97 470 Seitenaufrufe bedeuten eine Steigerung zum Vorjahr um etwa 23 Prozent bzw. 17 Prozent. Vortragswart Edgar Krapp blickte auf zehn sehr gut besuchte Vorträge zurück; wobei rund 30 Prozent der Besucher Nichtmitglieder gewesen seien.

Für den Boulderraum sind aktuell 450 Nutzer registriert, Außerdem konnte Markus Pscherer neben der alljährlichen Umschraubaktion von etlichen Wartungs- und Renovierungsarbeiten sowie einer Mattensanierung berichten.

Die Rechnungsprüfer Siegfried Hackner und Anton Deubzer konnten eine ordnungsgemäße Buchführung bescheinigen, so dass die Mitgliederversammlung dem Vorstand einstimmig die Entlastung erteilen konnte.

Der ebenfalls von Reinhold Kraus vorbereitete Haushaltsvoranschlag für 2019 rechnet bei einem konservativen Ansatz mit Ausgaben in Höhe von rund 556 000 Euro bei Einnahmen von 591 000 Euro und damit einem positiven Saldo in Höhe von rund 35 000 Euro. Für Ausgaben im Umfeld des Würgauer Hauses, einen neuen Vereinsbus und die Aufstockung der Geschäftsstelle werden zweckgebundene Rücklagen in Höhe von 60 000 Euro gebildet. Die Mitgliederversammlung nahm diesen Haushalts-Voranschlag einstimmig an. Matthias Werb stellte den Anwesenden noch das vom Vorstand und Beirat entwickelte Leitbild vor, an dem sich die Vorstands- und Beiratsarbeit ausrichten soll. Klaus Müller wies abschließend noch auf die DAV-Kampagne "Die Alpen sind schön - noch" hin. AGr

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