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Neudrossenfeld

VW-Bus übersehen: drei Verletzte

Weil sein Navi unvermittelt die Route und er anschließend die Fahrspur wechselte, verursachte ein 29-jähriger Mittelfranke einen schweren Verkehrsunfall, bei dem ein Schaden von mindestens 40 000 Euro entstand.
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Wer sich blind aufs Navi verlässt, lebt mitunter gefährlich. Symbolfoto: Christin Klose/dpa
Wer sich blind aufs Navi verlässt, lebt mitunter gefährlich. Symbolfoto: Christin Klose/dpa

Wer sich blind auf sein Navigationsgerät verlässt, lebt mitunter gefährlich. Diese Erfahrung musste am Freitagmittag ein 29-jähriger Mittelfranke auf der Bundesstraße 85 bei Unterbrücklein unbedacht die Fahrspur wechselte und eine Unfall verursachte. Der Mann übersah einen von hinten nahenden VW-Bus und es kam zum Zusammenstoß. Vorläufige Bilanz: drei leicht verletzte Personen, darunter ein Kind, und ein Sachschaden im fünfstelligen Bereich.

Gegen 12.30 Uhr hatte sich der 29-Jährige mit seinem Ford auf der Linksabbiegerspur der B 85 zur Autobahn 70 in Richtung Bayreuth eingeordnet. Als er an der Ampel stand, entschloss sich offenbar sein Navigationssystem dazu, den weiteren Weg über die Bundesstraße 85 nach Bayreuth als bessere Route auszugeben, was den ortsunkundigen Fahrer dazu veranlasste, die Spur nach rechts zu wechseln.

Frontal gegen Mast

Auf dieser fuhr jedoch zu diesem Zeitpunkt eine 41-jährige Kulmbacherin, die ebenfalls in Richtung Bayreuth weiter fahren wollte. Der Ford-Fahrer erkannte deren VW-Bus zu spät, so dass ein seitlicher Zusammenstoß beider Fahrzeuge unvermeidlich war.

Durch den Aufprall verlor die VW-Fahrerin die Kontrolle über ihren Kleinbus und prallte frontal gegen den Mast der dortigen Ampel, wo ihr Fahrzeug betriebsunfähig liegen blieb. Auch der Ford des Unfallverursachers war nicht mehr fahrbereit, so dass beide Wracks vom Abschleppdienst geborgen werden mussten.

Außerdem erlitten die beiden Fahrzeugführer sowie ein Kleinkind im Fonds des VW nach erster Einschätzung leichtere Verletzungen, die Insassen des Volkswagen wurden vorsorglich mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Da aufgrund der Unfallaufnahme durch die Kulmbacher Polizei und der Bergungsarbeiten die B 85 für bis zu eine Stunde nicht durchgängig befahrbar war, ergriff die Feuerwehr Neudrossenfeld Umleitungsmaßnahmen. Leichtere Verkehrsbeeinträchtigungen und Rückstaus in beide Richtungen ließen sich dennoch nicht vermeiden.

Der Gesamtschaden des Verkehrsunfalls beläuft sich nach erster Schätzung auf 40 000 bis 50 000 Euro. pol/dh

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