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Erlangen

Vorzugstraße steht

Der Erlanger Verkehrsausschuss hat aus mehreren Varianten für den Verlauf der Stadt-Umland-Bahn seine Favoriten ausgewählt.
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Nach der im April gefassten Grundsatzentscheidung zur Regnitzquerung im Bereich Wöhrmühlinsel hat sich der Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss des Erlanger Stadtrats nun mit den weiteren Trassenvarianten für die Stadt-Umland-Bahn (Stub) in den Bereichen Tennenlohe, Erlangen-Süd, in der Innenstadt und in Büchenbach auseinandergesetzt und Empfehlungen für eine Vorzugsvariante ausgesprochen.

Im Bereich Tennenlohe votierte das Gremium laut Pressemitteilung der Stadtverwaltung dafür, die Trasse nördlich der B-4-Anschlussstelle Wetterkreuz mit der Bundesstraße 4 gebündelt bis in die südlichen Ausläufer der Brucker Lache zu führen. Im weiteren Verlauf würde die Trasse dann nördlich des Feuerwehrhauses Tennenlohe in die Sebastianstraße einschwenken. Die Variante soll dabei in den weiteren Planungsschritten so weit optimiert werden, dass die schützenswerten Baumbestände im nördlichen Bereich geschont werden.

Als Alternative soll eine Neugestaltung der B-4-Anschlusstelle Wetterkreuz mit der Unterquerung des Wetterkreuzes im Rahmen der neu gestalteten Straßenführung verfolgt werden. Der Stadtrat spricht sich für eine Umsetzung dieser Variante aus, falls eine angemessene Kostenteilung zwischen Staatlichem Bauamt, Zweckverband Stub und Stadt für den mit dieser Variante verbundenen Umbau der B-4-Anschlussstelle Tennenlohe vereinbart werden kann.

Im Erlanger Süden spricht sich das Ratsgremium für eine Trassenführung durch die Friedrich-Bauer- und Hammerbacherstraße aus, wodurch der Siemens-Campus mit einer zusätzlichen Haltestelle erschlossen würde. In der Innenstadt wird eine Führung der Stub durch die Sieboldstraße gegenüber einer Trasse durch die Nürnberger Straße bevorzugt, da sich so eine leistungsfähige Nahverkehrsachse zwischen den wesentlichen Hochschuleinrichtungen in den Städten Nürnberg und Erlangen ergeben würde. Im Bereich Büchenbach schließlich soll die Trassen entlang der Mönau- und der Lindnerstraße geführt werden.

Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) sprach von einer wichtigen Zwischenetappe, die mit den Vorschlägen zur Vorzugsvariante erreicht ist: "Das Verfahren war aufwendig, aber es hat sich gezeigt, dass sich der Dialog lohnt, denn die Trasse konnte an vielen Stellen verbessert werden."

Nach der Behandlung im Mai in den Verkehrsausschüssen bzw. Stadträten der drei Städte Erlangen, Nürnberg und Herzogenaurach beschließt der Verbandsausschuss des Zweckverbands Stub final am 7. Juni. Im Anschluss werden die Unterlagen bei der Regierung von Mittelfranken als zuständige höhere Landesplanungsbehörde eingereicht.

"In den Unterlagen werden wir nicht nur die Vorzugstrasse aufführen, sondern sämtliche Varianten, die in der letzten Stufe der Prüfung untersucht wurden. Im Raumordnungsverfahren wird die Regierung von Mittelfranken die Arbeit kritisch hinterfragen und eine sogenannte landesplanerische Beurteilung vornehmen", sagte der städtische Planungs- und Baureferent Josef Weber. red

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