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Mühlhausen
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Vortrag prägt die Versammlung

Bei der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Reicher Ebrachgrund blickte Vorsitzender Rudi Schmidt auf ein erfolgreiches 33. Vereinsjahr zurück, in dem unter anderem Helmut Schleicher zum Ehrenmit...
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In solchen Kellern, wie hier in Steppach, suchten die Bewohner Schutz vor Luftangriffen.  Foto: Manfred Welker
In solchen Kellern, wie hier in Steppach, suchten die Bewohner Schutz vor Luftangriffen. Foto: Manfred Welker

Bei der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Reicher Ebrachgrund blickte Vorsitzender Rudi Schmidt auf ein erfolgreiches 33. Vereinsjahr zurück, in dem unter anderem Helmut Schleicher zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Schmidt berichtete unter anderem vom Maiausflug und der Vorstellung des 33. Heimatboten.

Stellvertretend für Schatzmeister Hans-Günter Emrich gab der 2. Vorsitzende Detlef von Witzleben den Kassenbericht ab. Dieser zeigt ausschließlich positive Aspekte. Da auch die Kassenprüfer Friedrich Gleitsmann und Peter Philipp eine hervorragende Buchführung bescheinigten, konnte die einstimmige Entlastung des Kassiers und der Vorstandschaft erfolgen.

Schmidt gab auch einen Ausblick auf das laufende Jahr. Der Maiausflug am 1.Mai ist in diesem Jahr nach Forchheim geplant, am 30. Juli soll das Ferienprogramm in Schirnsdorf starten.Und als krönender Abschluss des Vereinsjahres erfolgt am 27. November die Vorstellung des 34. Heimatboten. Schmidt war zuversichtlich, auch in diesem Jahr wieder genügend Autoren dafür motivieren zu können, sodass die Mitglieder erneut einen informativen Band in Händen halten werden.

Das Totengedenken galt zehn Verstorbenen. Zur Zeit hat der Verein 352 Mitglieder.

Nach den Formalitäten hielt Kreisheimatpfleger Manfred Welker einen Rückblick auf das Jahr 1945 in der Region - mit den letzten Kriegstagen und den Anfangsschwierigkeiten in der zweiten Jahreshälfte. Das Nahen der Front machte sich auch im Reichen Ebrachgrund mit dem großen Bombenangriff auf die Stadt Nürnberg am 2. Januar 1945 bemerkbar. Denn die ausgebombten Verwandten suchten auf dem Land Unterschlupf, auch in Mühlhausen. Vor den drohenden Bombenangriffen in der Region flüchteten sich die Bewohner in die ehemals zur Einlagerung von Bier angelegten Keller.

Im April 1945 standen die Truppen der US-Amerikaner vor der Tür. Steppach sollte von einer SS-Abteilung verteidigt werden und wurde daher beschossen. In Mühlhause rückten die amerikanischen Truppen ohne Gegenwehr ein. Ihnen waren zwei französische Kriegsgefangene mit der weißen Fahne entgegen gegangen.

Mit dem 8. Mai 1945 wurde Valentin Fröhlich aus Herzogenaurach zum Landrat eingesetzt. Gemeinsam mit derMilitärregierung organisierte er das Leben in der Region.

Am 14. August 1945 durften die Gasthäuser wieder ihren Betrieb aufnehmen.Zum Leidwesen der Biertrinker mussten am 12. Oktober die Brauereien ihren Betrieb wieder einstellen. Glücklicherweise fiel die Ernte des Jahres 1945 gut aus, sodass die Versorgung bis zum nächsten Jahr gesichert war.

Am 20. November 1945 rückten die letzten US-Truppen ausMühlhausen ab. Die Post nahm am 1. Januar 1946 ihren Betriebwieder auf. Zum Jahresende wurden die Vorbereitungen für die ersten freien Wahlen für den Januar 1946 getroffen. Mit dieser Maßnahme wurde die Demokratie in Deutschland angestoßen. red