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Wüstenstein
Imkerei

Vortrag in Wüstenstein über Bienen

Die Imkerin und Bienenwissenschaftlerin Eva Frey hält am Freitag, 4. Oktober, 19 Uhr im Gasthof Schoberth in Wüstenstein einen Vortrag mit dem Titel "Varroaresistente Bienen". Der Eintritt ist frei, d...
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Die Imkerin und Bienenwissenschaftlerin Eva Frey hält am Freitag, 4. Oktober, 19 Uhr im Gasthof Schoberth in Wüstenstein einen Vortrag mit dem Titel "Varroaresistente Bienen". Der Eintritt ist frei, der Imkerverein Aufseß und Umgebung bittet um eine Spende.

Die Varroamilbe zählt zu den Hauptursachen des Bienensterbens. An verschiedenen Orten Europas haben Honigbienen nachweislich Toleranzeigenschaften gegenüber der Varroamilbe entwickelt, die sie stabil an die nächsten Generationen weitergeben können. Durch Anpassung und natürliche Selektion haben sich in wenigen Jahren auf Gotland, in Avignon, Wales, Holland und in der Ostschweiz varroatolerante Völker gebildet. Nur verlieren die Bienen diese Eigenschaften an anderen Orten meistens wieder oder geben diese nicht zuverlässig weiter.

Viele offene Fragen

Welche Eigenschaften des Bienenvolkes sind für eine Toleranz oder Resistenz gegenüber der Varroamilbe verantwortlich? Wie werden diese Eigenschaften innerhalb eines Volkes weitergegeben, so dass die nächste Generation auch über diese Eigenschaften verfügt? Und welche Voraussetzungen sind für diese Weitergabe notwendig? Spielt der Standort eine Rolle und welche? Offene Fragen gibt es viele.

Eva Frey gibt dazu Hinweise und spricht über neue Erkenntnisse zur Weitergabe von Toleranzeigenschaften innerhalb eines Volkes. Sie befasst sich in ihren wissenschaftlichen Projekten mit Grundlagenforschung und praxisnahen Forschungsfragen im Bereich Varroamilbe.

Der Imkerverein Aufseß und Umgebung ist über 90 Jahre alt. Die Hälfte seiner fast 100 Mitglieder hält Bienen im Landkreis Forchheim; die andere Hälfte der Mitglieder verteilt sich in etwa gleichmäßig auf die Landkreise Bamberg, Bayreuth und darüber hinaus. Ein Viertel der Mitglieder sind Frauen. Die Honigbiene in ihrer heutigen Form gibt es seit 50 Millionen Jahren. Weltweit sind 85 Prozent aller Kulturpflanzen von der Bestäubung durch Bienen und Hummeln abhängig. Diese Wertschöpfung wird auf 250 Milliarden Euro geschätzt. In Deutschland sind es zwei Milliarden Euro.

Die circa 400 Bienenvölker des Vereins erzeugen eine Wertschöpfung für Mensch, Natur und Wirtschaft von etwa 400 000 Euro. Für 500 Gramm Honig fliegen die Bienen des Vereins eine Strecke so lang wie drei Mal um die Erde. red

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