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neuses.inFranken.de  Die Zukunft der Rot-Kreuz-Gemeinschaft Marienverein Neuses steht auf dem Spiel.

Vorstand sucht für 2021 Nachfolger

Der Vorstand der Rot-Kreuz-Ortsgemeinschaft (Marienverein) Neuses, Beiersdorf, Bertelsdorf und Glend steht bei den Neuwahlen Anfang nächsten Jahres nicht mehr zur Verfügung. Bislang gibt es keine Nach...
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Vorsitzende Gabriele Geuther (rechts) und Kreisgeschäftsführer Juergen Beninga (hinten Mitte) ehrten Gerhard Bauersachs (von links), Lotte Brückner, Uta Meinhardt, Renate Schmidling und Ursula Hartleb für ihre langjährige Mitgliedschaft im Marienverein Neuses.  Foto: Bernd Brückner
Vorsitzende Gabriele Geuther (rechts) und Kreisgeschäftsführer Juergen Beninga (hinten Mitte) ehrten Gerhard Bauersachs (von links), Lotte Brückner, Uta Meinhardt, Renate Schmidling und Ursula Hartleb für ihre langjährige Mitgliedschaft im Marienverein Neuses. Foto: Bernd Brückner

Der Vorstand der Rot-Kreuz-Ortsgemeinschaft (Marienverein) Neuses, Beiersdorf, Bertelsdorf und Glend steht bei den Neuwahlen Anfang nächsten Jahres nicht mehr zur Verfügung. Bislang gibt es keine Nachfolger für die jeweiligen Vorstandsmitglieder, die den Marienverein weiter fortführen könnten, bedauerte Gabriele Geuther, die Vorsitzende der Ortsgemeinschaft (OG), bei der Hauptversammlung im Saal des "Schwarzen Bären".

Auch die seit Jahren sinkende Mitgliederzahl bereitet Geuther Sorgen. 2019 seien sieben Mitglieder verstorben, acht hätten sich abgemeldet. Der Verein habe ein neues Mitglied gewonnen und zähle derzeit 209 überwiegend ältere und alte Mitglieder. Seit Jahren gelinge es der Ortsgemeinschaft nicht, neue und vor allem jüngere Mitglieder zu werben, beklagte Geuther und rief die Mitglieder auf: "Sie können uns dabei helfen, neue Mitglieder in der Familie, bei Bekannten, Freunden und Nachbarn für den Marienverein zu werben."

Jugendrotkreuz und Wasserwacht könnten das Interesse von Jugendlichen wecken. Das Rote Kreuz betreibe neben dem Rettungsdienst die Bergwacht, rette Schiffbrüchige und bringe verunglückte oder erkrankte Urlauber nach Hause. Geuther erwähnte auch den Hausnotruf, die Sozialstationen, Essen auf Rädern und die Alten- und Pflegeheime, mit denen das Rote Kreuz Senioren und pflegebedürftigen Menschen helfe.

Ein Großteil dieser Angebote werde über die Beiträge der Mitglieder der Marienvereine und BRK-Ortsgemeinschaften finanziert. "Das Geld ist gut angelegt", versicherte die Vorsitzende. Ohne Vorstand bleibe der Marienverein zwar bestehen und die Mitglieder müssten weiterhin ihren Beitrag zahlen. "Aber Veranstaltungen wie bisher und Besuche und Geschenke zu Geburtstagen gibt es dann keine mehr", machte die Vorsitzende deutlich. Die Marienvereine seien heute so wichtig wie bei ihrer Gründung vor 120 Jahren, hob Kreisgeschäftsführer Juergen Beninga hervor. Damals seien die Gemeindeschwestern von den Mitgliedsbeiträgen bezahlt worden. Heute sei die Betreuung der Mitglieder bei geselligen Veranstaltungen und Besuchsdiensten wichtig, was dem Marienverein in Neuses, Beiersdorf, Bertelsdorf und Glend ausgezeichnet gelinge, lobte der Kreisgeschäftsführer.

Nur dank der Beiträge der BRK-Mitglieder sei es dem Kreisverband möglich, die erheblichen Kosten für die Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie für die Anschaffung von Fahrzeugen und Ausrüstung in den 15 Bereitschaften in Stadt und Landkreis Coburg zu schultern, erläuterte Beninga.

Die Bereitschaften kämen zum Einsatz, wenn bei großen oder mehreren Unfällen oder einem Großbrand alle vier Rettungswagen im Einsatz seien. Das BRK sei ein tarifgebundener Arbeitgeber, der seine hauptamtlichen Mitarbeiter leistungsgerecht und sehr gut entlohne und zudem eine betriebliche Altersvorsorge biete, merkte Beninga an. Damit wolle das Rote Kreuz Mitarbeiter für den Bereich Pflege werben.

"Die Ehrungen langjähriger Mitglieder ist stets der Höhepunkt einer Hauptversammlung", freute sich Geuther. Gemeinsam mit Beninga ehrte sie für 50 Jahre Mitgliedschaft im Marienverein Ursula Hartleb und Uta Meinhardt. 30 Jahre sind es bei Lotte Brückner, Irmgard Titz, Regina Hermann und Renate Schmidling. Vor 20 Jahren traten Gerhard Bauersachs und Ingeborg Meitz dem Roten Kreuz bei. Bernd Brückner

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