Nordhalben
nordhalben.infranken.de  Neuwahlen und viele Ehrungen standen bei der Jahreshauptversammlung des ATSV Nordhalben auf dem Programm.

Vorsitzender nur noch für sechs Monate

Gute Resonanz bei der Jahreshauptversammlung des ATSV Nordhalben: 57 Wahlberechtigte und einige Kinder und Jugendliche waren gekommen. Vorsitzender Christia...
Artikel drucken Artikel einbetten
58 Mitglieder wurden beim ATSV Nordhalben für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt; eine stattliche Anzahl war persönlich zugegen. Dazu gratulierten (von rechts): BLSV-Kreisvorsitzender Mario Schmidt, Vorsitzender Christian Popp, Ehrenvorsitzender Rudolf Ruf und Bürgermeister Michael Pöhnlein.  Foto: Norbert Neugebauer
58 Mitglieder wurden beim ATSV Nordhalben für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt; eine stattliche Anzahl war persönlich zugegen. Dazu gratulierten (von rechts): BLSV-Kreisvorsitzender Mario Schmidt, Vorsitzender Christian Popp, Ehrenvorsitzender Rudolf Ruf und Bürgermeister Michael Pöhnlein. Foto: Norbert Neugebauer
Gute Resonanz bei der Jahreshauptversammlung des ATSV Nordhalben: 57 Wahlberechtigte und einige Kinder und Jugendliche waren gekommen.
Vorsitzender Christian Popp und sein Verwaltungsrat mit den Spartenleitern berichteten über die vergangenen 24 Monate beim 737 Mitglieder starken Verein. Da es immer schwerer werde, den Verein als Auswärtiger ohne regelmäßigen Kontakt zum Heimatort zu führen und keine Nachfolgeregelung gefunden wurde, stellte sich der Vorsitzende bei der Wahl nur noch für eine Übergangsfrist von sechs Monaten zur Verfügung. Der Großteil des restlichen Verwaltungsrats kandidierte hingegen erneut für die komplette Wahlperiode.


Finanzielles Plus

Finanziell schloss der Verein die beiden vergangenen Jahre mit einem Gewinn ab. Prüfer Heiko Scherbel bescheinigte eine vorbildliche und einwandfreie Kassenführung. Kassier Thomas Daum und die Vorstandschaft wurden daraufhin einstimmig entlastet.
Die Spartenberichte spiegelten eine gesellschaftliche Tendenz wider, die weniger dauerhaftes Engagement, dafür mehr individuelle Inanspruchnahme von Vereinsangeboten zeigt. Starke Nachfrage verzeichnen die Kinder- und Jugendsportstunden, auch die gymnastischen Trendsportarten sind gefragt. Zuwachs verzeichnen die Freizeit-Kegler, auch das klassische Turnen ist wieder im Programm. Als neues Angebot steht dazu noch "Bodyshaping" zur Verfügung.
Dagegen agieren die beiden Leistungssparten Sportschützen und Spielmannszug am Rand der Wettkampf- beziehungsweise Spielstärke. Nach drei erfolgreichen Jahren musste die Volleyballabteilung ihre Damenmannschaft aus Spielermangel abmelden. Auch ist derzeit kein Nachwuchs im Trainingsbetrieb.
An der Grenze ihrer Aufnahmefähigkeit ist hingegen die Trampolinturnabteilung, berichtete Abteilungsleiterin Margarete Wunder-Blinzler. Sie sucht tatkräftige Unterstützung in der Trainings- und Wettkampfarbeit.


Vorsitzender für ein halbes Jahr

Bei den Neuwahlen unter Leitung von Ehrenvorsitzendem Rudolf Ruf wurden der bisherige Vorstand und der Vereinsausschuss zum größten Teil wiedergewählt. Allerdings muss sich der Verein innerhalb der nächsten sechs Monate einen neuen ersten Vorsitzenden suchen, da Christian Popp dann aufhören will.
Neu benannt wurden Ski-Abteilungsleiter Jonas Ruf, Beisitzerin Tanja Stumpf und Kassenprüfer Ralph Stumpf.
Der neu gewählte BLSV-Kreisvorsitzende Mario Schmidt stellte sich beim zweitgrößten Verein im Landkreis erstmals vor. In seinem Grußwort wies er, ebenso wie Bürgermeister Michael Pöhnlein, auf verschiedene Lehrgänge hin, die für die Vereinsarbeit auf Verbands- und interkommunaler Ebene angeboten werden.


Höhere Beiträge beschlossen

Ohne Gegenstimmen wurden die moderaten Beitragserhöhungen angenommen. Sie waren seit 2001 nicht mehr angepasst worden und liegen unter anderem weit unter dem Level, der für Verbandszuschüsse gefordert wird. Kinder bis zehn Jahre zahlen künftig 15 Euro (bisher neun Euro), Jugendliche 25 Euro (20), Erwachsene 35 Euro (30), Familien 60 Euro (50) und Behinderte unverändert 20 Euro.


Appell des Ehrenvorsitzenden

Ehrenvorsitzender Rudolf Ruf wies in seinem Aufruf zu einer neuen Vereinsorientierung darauf hin, dass mit der Beitragszahlung keine "Leistungsforderung" gegenüber dem Verein verbunden, sondern jedes Mitglied gefordert sei, selbst etwas zur Gemeinschaftsarbeit beizutragen.
Ein so großer Verein wie der ATSV Nordhalben sei nur funktionsfähig, wenn sich viele die Aufgaben teilen und nicht nur auf die Vorstandschaft verlassen würden. Norbert Neugebauer


Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren