Reundorf
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Vorsitzender ehrte seinen "Vize" - und umgekehrt

Irgendwann, als der "Tagesordnungspunkt 9" erreicht war, sollte es zu einer unfreiwillig komischen Szene kommen. Der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Reundorf, Detlef Habermann, ehrte den neben ...
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Trio mit Grund zum Feiern. Geehrt wurden: Vorsitzender Detlef Habermann (oben, 40 Jahre), 2. Vorsitzender Uwe Hildebrand (r., 25 Jahre) sowie Thomas Wagner (l., 25 Jahre). Foto: Markus Häggberg
Trio mit Grund zum Feiern. Geehrt wurden: Vorsitzender Detlef Habermann (oben, 40 Jahre), 2. Vorsitzender Uwe Hildebrand (r., 25 Jahre) sowie Thomas Wagner (l., 25 Jahre). Foto: Markus Häggberg

Irgendwann, als der "Tagesordnungspunkt 9" erreicht war, sollte es zu einer unfreiwillig komischen Szene kommen. Der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Reundorf, Detlef Habermann, ehrte den neben ihm sitzenden Vize-Vorsitzenden Uwe Hildebrand für dessen 25-jährige Vereinszugehörigkeit. Wenig später, da man sich ja schließlich nicht selbst ehren kann, ehrte der Geehrte den Ehrenden zurück - für dessen 40 Jahre Mitgliedschaft.

Dann ehrte man gemeinsam Thomas Wagner für 25 Jahre Mitgliedschaft. Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr bot noch weitere Tagesordnungspunkte, abgearbeitet bei Geselligkeit und gemeinsamem Abendessen.

Es ist schön hier unter der Dachschräge des Feuerwehrhauses, fast schon von atmosphärischer Dichte. In einer Wandnische sind Krüge mit den Namen der Feuerwehrleute eingelassen, darauf das Motiv des geliebten Opel Blitz, der einstmals zwei Stockwerke darunter in der Garage des Feuerwehrhauses stand. Eine grüne Schultafel findet sich auch hier in diesem doch eher kleinen Raum, in welchem kurz vor 19 Uhr 46 Gäste für Stimmengewirr und Stühlerücken sorgten.

Ein bewegtes Jahr

"So voll war's schon lange nicht mehr", bemerkte ein Teilnehmer der Hauptversammlung mit all dem bekannten Zeremoniell aus Kassenbericht, Ehrungen und Jahresbericht. Und in der Tat darf die Reundorfer Wehr auf ein bewegtes Jahr zurückblicken. Übungen für Atemschutzträger fanden statt, ein Besuch der Atemschutzstrecke in Burgkunstadt, ein von Mitgliedern in Anspruch genommenes Fahrsicherheitstraining, dazu Maschinenlehrgänge und 842 abgeleistete Übungsstunden nebst 829 Einsatzstunden, wie Kommandant Sebastian Voll in seinem Bericht verlas.

Über eher Geselliges berichtete in seiner Rückschau Vorsitzender Detlef Habermann, auch hier zeigte sich, dass das vergangene Jahr viel zu bieten hatte. Höhepunkte beispielsweise dabei: Fahrzeugeinweihung, Vereinsflug oder die Bewältigung von fünf Veranstaltungen in der Maintalhalle. Dass nach dem Bericht der Kassenprüfer dem Antrag auf die Entlastung des gesamten Vorstands stattgegeben würde, daran war nicht zu zweifeln. Die Finanzen zeigten sich im Plus, geordnet und die Buchführung als "sauber und professionell geführt".

Kassen und Kassenprüfungen gab es auch bei der Jugendfeuerwehr und auf derlei angesprochen, zeigte sich Habermann mit dem Zuspruch, den die Wehr durch Nachwuchs erhält, nahezu zufrieden.

125-jähriges Bestehen

Der Sitzung sollte auch ein Stadtrat beiwohnen: Feuerwehrreferent Roland Lowig. Er deutete in wenigen Worten an, dass die Stadt Lichtenfels Gelder für eine Absaugvorrichtung in Feuerwehrhäusern bereitstellen dürfte. Das betrifft Wehren mit Dieselfahrzeugen und solche hat die Reundorfer Wehr. Zu all der Zukunftsmusik gibt es aber auch schon geplante und gesetzte Noten im geselligen Bereich. Da wäre beispielsweise die Bewerbung zur Ausrichtung des Kreisfeuerwehrtags anlässlich des eigenen 125-jährigen Bestehens, da wären auch ein Familiennachmittag und selbst das Abstatten eines Besuchs auf dem Nockherberg. MH

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