Bamberg
PolizeiWarnung

Vorsicht vor Telefon-Betrug!

Was steckt hinter ominösen Anrufen, die unlängst unter anderem in Burgebrach aufgelaufen sind? Ein Leser hatte sich an die FT-Redaktion gewandt, weil ihm ein englisch sprechender und renitenter Anrufe...
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Was steckt hinter ominösen Anrufen, die unlängst unter anderem in Burgebrach aufgelaufen sind? Ein Leser hatte sich an die FT-Redaktion gewandt, weil ihm ein englisch sprechender und renitenter Anrufer von der Telefonnummer 085621315 aus verdächtig vorgekommen war. Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilt, stecken hinter diesen Telefonaten tatsächlich betrügerische Zwecke.

Nur wenige fallen darauf herein

Die Täter würden dabei unterschiedlich vorgehen. Zumeist geben sie sich als Microsoft-Mitarbeiter o.ä. aus und erfinden eine nicht überprüfbare Geschichte, zum Beispiel, dass der PC des Angerufenen gehackt wurde oder dass sich ein gefährlicher Virus darauf befände. Das Opfer wird aufgefordert, Geld zu überweisen, TANs herauszugeben oder Bezahlkarten für Spiele oder Unterhaltungsplattformen zu kaufen und die Codes durchzugeben. In einigen Fällen haben Opfer ihre Personalausweise eingescannt und per E-Mail zugeschickt. "Die Schadenshöhen liegen meist zwischen 300 und 1000 Euro", sagt Polizeisprecher Alexander Krapp von der Inspektion Bamberg-Land. Allerdings seien nur die allerwenigsten Menschen auf solche Anrufe eingegangen.

Laut Polizei handelt es sich um ein europaweites Phänomen, das es schon seit vielen Jahren gibt. Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung (Telefonnummern-Spoofing) wird die Täterermittlung aufwendiger und in den allermeisten Fällen nahezu unmöglich, da diese auch von Asien oder Afrika aus operieren. Eine Sperrung der Telefonnummern bringt nichts, da diese frei erfunden sind.

Krapp gibt stattdessen folgenden Tipp: "Am besten sagt man, dass man gar keinen Computer besitzt. Das wirkt sofort. Ansonsten das Gespräch freundlich und bestimmt beenden und keine persönlichen Daten herausgeben. Freundlich deshalb, weil es schon mehrfach vorkam, dass nach Beleidigungen dann der Betrüger die Rufnummer des Beleidigers für die nächsten 100 Anrufe bei seinen Opfern verwendet hat. Diese Opfer melden sich dann folglich beim Beleidiger oder zeigen den bei der örtlichen Polizeidienststelle an." Weitere Informationen und Verhaltenstipps sind unter www.polizei-beratung.de zu finden. mm

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