Grub am Forst
haushalt

Vorgesehen für Grub sind Gesamtinvestitionen von 2,4 Millionen Euro

Die Gemeinderatssitzung begann mit einem zeitraubenden "Gezerre". Zum einen weigerte sich Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG), einen Antrag von Günter Peinelt (SPD) auf die Tagesordnung zu nehmen mit ...
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Ehrungen anlässlich der Gemeinderatssitzung (v.l.): Richard Schulz, Dagmar Kolb, Günter Hein, Elke Bläß, Feldgeschworener Bastian Heinlein, Corina Azzali, Christian Scheler, Jürgen Wittmann Foto: Lothar Weidner
Ehrungen anlässlich der Gemeinderatssitzung (v.l.): Richard Schulz, Dagmar Kolb, Günter Hein, Elke Bläß, Feldgeschworener Bastian Heinlein, Corina Azzali, Christian Scheler, Jürgen Wittmann Foto: Lothar Weidner

Die Gemeinderatssitzung begann mit einem zeitraubenden "Gezerre". Zum einen weigerte sich Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG), einen Antrag von Günter Peinelt (SPD) auf die Tagesordnung zu nehmen mit der Begründung, es bestehe noch Klärungsbedarf. Da half auch ein Begehren zur Geschäftsordnung nicht weiter. Zum anderen wurde die Genehmigung des Protokolls der vorangegangenen Sitzung auf die nächste Sitzung verschoben, da aus den Reihen des Rates zahlreiche Berichtigungswünsche vorgetragen wurden, die noch einzuarbeiten sind.

Trotzdem wurde der Haushalt 2019 mit knapp acht Millionen Euro bei den Gegenstimmen von Gregor Matthe (CSU) und Stefan Rose (FW) genehmigt. Vorgesehen sind Gesamtinvestitionen von 2,4 Millionen Euro. So sollen unter anderem zum Kauf eines Feuerwehrfahrzeuges 184 000 Euro, für die Sanierung der Grundschule und Turnhalle 648 000 Euro, für den Neubau eines Kindergartens 200 000 Euro und für Ersatzbeschaffungen von Bauhoffahrzeugen 88 000 Euro aufgewendet werden. Für Sanierungen von Ortsstraßen und Kanälen sind 400 000 Euro an Investitionen vorgesehen und für den Breitbandausbau und dessen Förderung 411 000 Euro. Die Finanzierung des Vermögenshaushaltes erfolgt im Wesentlichen durch die Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt mit 723 000 Euro, einer Rücklagenentnahme von 500 000 Euro sowie Zuschüssen von einer Million Euro. Vorgesehen ist aber auch noch eine Kreditaufnahme von 266 000 Euro. Dabei zeichnete Kämmerer Heiko Vogel im Finanzplan eine düstere Prognose. Die Verschuldung der Gemeinde werde sich bis zum Jahr 2022 erhöhen. Denn die geplanten 2,2 Millionen an Kreditaufnahmen verursachten eine Steigerung der Verschuldung um 300 Prozent. Die Pro-Kopf-Verschuldung würde dann 1170 Euro betragen, derzeit liege sie bei 579 Euro, der Landesdurchschnitt betrage 589 Euro.

Auch über das leidige Thema Rückbau der Querungshilfe an der Einmündung "Am Steinig" wurde diskutiert. Beseitigen, ändern oder so stehen lassen, das war die Frage. Der Bürgermeister berichtete von einem diesbezüglichen Gespräch mit der Regierung von Oberfranken, die nicht gerade positiv einer Beseitigung gegenübersteht. Es könnte zu Zuschussrückforderungen kommen. Insgesamt, einschließlich Umbaukosten, stand eine Zahl von 40 000 Euro im Raum. Gemeinderat Matthias Kreisler (FW) meinte dazu: "Erneute fünfstellige Kosten können wir uns nicht leisten." Eine Entscheidung soll bei der nächsten Sitzung erfolgen.

Für ihre Unterstützung der ortsansässigen Vereine und Einrichtungen wurden Elke Bläß, Dagmar Kolb, Christian Scheler, Corina Azzali, Dominik Alex, Richard Schulz und Günther Heindurch vom Bürgermeister mit Urkunden ausgezeichnet. Vereidigt als Feldgeschworener wurde Bastian Heinlein.

Dem Ansinnen der Gemeinde Lautertal, die Kühltheken aus Grub für das Feuerwehrjubiläum anzumieten, wird nachgekommen. dav

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