Herzogenaurach
herzogenaurach.inFranken.de  Vier Personen wurden mit dem Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten, eine mit der Pflegemedaille ausgezeichnet.

Vorbildlicher Einsatz für die Mitmenschen

Bei einer Ehrungsveranstaltung am vergangenen Donnerstag wurden im Landratsamt Erlangen-Höchstadt an fünf Personen Ehrenurkunden und Pflegemedaillen verliehen, darunter auch an zwei Herzogenauracherin...
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Landrat Alexander Tritthart (2. v. r.) mit den Geehrten Foto: Isabel Gaschler
Landrat Alexander Tritthart (2. v. r.) mit den Geehrten Foto: Isabel Gaschler

Bei einer Ehrungsveranstaltung am vergangenen Donnerstag wurden im Landratsamt Erlangen-Höchstadt an fünf Personen Ehrenurkunden und Pflegemedaillen verliehen, darunter auch an zwei Herzogenauracherinnen. Die Aushändigung des Ehrenzeichens des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder als auch der Dank- und Ehrenurkunden der Pflegemedaille der ehemaligen bayerischen Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Emilia Müller, erfolgte durch den Landrat Alexander Tritthart (alle CSU).

Die Herzogenauracherin Gertrud Wagner erhielt zu Beginn der Veranstaltung die Pflegemedaille für besondere Verdienste um pflegebedürftige Menschen mit Behinderung. Schon seit über 25 Jahren pflegt sie zu Hause ihre blinde Tochter Michaela, die nach einer Reanimation und einem vierwöchigen Koma im Alter von zwölf Jahren im Rollstuhl sitzt.

Zusätzlich unterstützt Gertrud Wagner seit 1988 das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter in Erlangen und setzt sich für eine Verbesserung des Pflegenotstandes ein. Immer wieder hat sie zu verschiedenen Politikern Kontakt aufgenommen, um auf den Missstand hinzuweisen. Alexander Tritthart würdigte in seiner Rede ihre großartige Leistung und wies ebenso auf die Vorbildfunktion von Gertrud Wagners Tochter Michaela hin, die trotz allem ihren Lebensmut und ihre Lebensfreude bis heute nicht verloren habe.

Auch Helga Burkhardt aus Herzogenaurach erhielt eine besondere Ehrung. Ihr wurde das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder für ihre zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten verliehen. Bereits seit 1997 ist Helga Burkhardt Vorsitzende der "Eghalanda Gmoi" in Herzogenaurach. Im Jahr 2007 übernahm sie zudem die Position der Kassenwartin des Dachverbandes der "Eghalanda Gmoin" und kümmert sich neben Förderanträgen auch um die Planung von Bundeskulturtagen und des Egerlandtags. Auch für den Hospizverein Herzogenaurach setzte sie sich 2003 als Gründungsmitglied ein und war dort neun Jahre lang stellvertretende Vorsitzende. Sie organisierte unter anderem den Versicherungsschutz und kümmerte sich um die Vertretung des Vereins bei Tagungen und Mitgliedsversammlungen des Bayerischen Hospiz- und Palliativverbandes. Bis heute ist sie mit dem Hospizverein eng verbunden und steht den Mitarbeitern gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Der Herzogenauracher Bürgermeister German Hacker (SPD) würdigte die Auszeichnungen der beiden Herzogenauracherinnen ganz besonders und betonte in seiner Ansprache zudem die Relevanz der ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Neben Helga Burkhardt wurde auch Bernhard Ackermann aus Heßdorf das Ehrenzeichen verliehen, das seine Frau posthum für ihn entgegennahm. Er setzte sich unter anderem für die Verschönerung des Ortsbildes von Niederlindach ein und war 1965 Gründungsmitglied des Sportvereins 1. FC Niederlindach.

Auch Agnes Eger aus Bubenreuth, die besonders für die Leitung der Theatergruppe der Kolpingsfamilie Bubenreuth und ihre Position als stellvertretende Ortsbäuerin des Ortsverbandes gewürdigt wurde, erhielt die Auszeichnung des bayerischen Ministerpräsidenten, ebenso wie Helmut Friedrich aus Kalchreuth. Er wurde bereits 2014 für seine 40-jährige Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Kalchreuth geehrt und wirkte zudem viele Jahre im Vorstand des Gesangvereines mit. Isabel Gaschler

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