Kasendorf
kasendorf.inFranken.de  Der SSV Kasendorf feierte mit einem großen Programm ein rundes Jubiläum.

Vor 70 Jahren wurde Fußball populär

Seine Gründung vor 70 Jahren feierte der Spiel- und Sportverein Kasendorf mit einem Ehrenabend, einem Kleinfeldturnier, einem griechischen Abend und einem Jugendturnier der F- und E-Jugend. Gegründet ...
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Sie haben sich aktiv um den SSV Kasendorf verdient gemacht: So unter anderem Kuni Groß, seit 1987 bis heute als Leiterin der Gymnastikgruppe (vorne, Vierte von rechts; dahinter BLSV-Kreisvorsitzender Lothar Seyfferth. Fotos: Klaus Klaschka
Sie haben sich aktiv um den SSV Kasendorf verdient gemacht: So unter anderem Kuni Groß, seit 1987 bis heute als Leiterin der Gymnastikgruppe (vorne, Vierte von rechts; dahinter BLSV-Kreisvorsitzender Lothar Seyfferth. Fotos: Klaus Klaschka
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Seine Gründung vor 70 Jahren feierte der Spiel- und Sportverein Kasendorf mit einem Ehrenabend, einem Kleinfeldturnier, einem griechischen Abend und einem Jugendturnier der F- und E-Jugend.
Gegründet wurde der Verein am 11. April 1948. In Kasendorf wurde Sport früher eher kleingeschrieben, blickte Vorsitzender Volker Täuber beim Ehrenabend zurück. Gesangverein und Musikverein dominierten, ein Radfahrverein bestand nur kurze Zeit. Doch nach dem 2. Weltkrieg sollte sich das ändern. Der Flüchtlingsstrom kam, die Jugend suchte neue Betätigungsfelder. Fußball zu spielen, war plötzlich "in". 38 Gründungsmitglieder kamen zusammen, um den Verein aus der Taufe zu heben.
Otto Rummler und Hubert Thienel begrüßte Vorsitzender Täuber als Männer der ersten Stunde beim Ehrenabend, ebenso Friedrich Kolb, der noch im Gründungsjahr dem Verein beigetreten war. Beim TSV 02 Thurnau stellten sich die Aktiven des SSV erstmals einem breiteren Publikum vor und zur Herbstkirchweih beim ersten Heimspiel auf der "Siemeswies'n" gegen die ATS-Reserve. 70 Jahre später gehört der SSV Kasendorf zu den Spitzenmannschaften im Landkreis.
Die Sportplatzfrage bereitete zunächst viel Kopfzerbrechen. Der vorhandene kleine Platz musste Flüchtlingsgärten weichen. Eine erste Lösung zeichnete sich ab, als Hans Lauterbach von seinem Pachtvertrag mit der Kirchenstiftung zurücktrat und die Kirche das Grundstück an die Gemeinde zum Bau eines Sportplatzes verpachtete. Man begann im Frühjahr 1949 mit Schaufel und Pickel und einer Planierraupe. Durch einen Aufruf der Gemeinde an alle Arbeitslosen zur freiwilligen Mitarbeit am Sportplatz und gegen eine Entschädigung von 1,20 Mark pro Tag konnten Arbeitskräfte gewonnen werden. Fertig war der Sportplatz 1950/51.
1949 hatte der SSV Kasendorf neben einer Fußballmannschaft bereits eine Schüler-Turngruppe, die aber bald wieder aufgelöst wurde, als sich kein Leiter mehr fand. 1958 wurde dann eine Damenhandballmannschaft in den Spielbetrieb geschickt und in den 1980er Jahren wurde eine Jugendabteilung aufgebaut. Kuni Groß gründete nach ihrer aktiven Handballzeit eine Gymnastik- und später eine Seniorengymnastikgruppe, die sie heute noch leitet.
Aus der Reihe der Vereinsvorsitzenden stellte Täuber insbesondere Bernhard Münch heraus, der 31 Jahre lang, von 1963 bis 1994, den Verein prägte. Münch wurde 1994 zum Ehrenvorsitzenden ernannt, und nach ihm wurde das jetzige Areal des SSV in Bernhard-Münch-Sportstätte benannt. Volker Täuber selbst ist seit 2001 Vorsitzender. Und er drängt darauf, den Verein in jüngere Hände zu geben. Ein Unterfangen, das er als schwierig bezeichnete, denn immer weniger Leute würden sich heute für ein Ehrenamt entscheiden wollen, beklagte er.


Die Ehrungen

Für 200 Spiele: Florian Luft, Markus Wenig, Matthias Pistor, Simon Hösch und Jochen Hollfelder; 300 Spiele: Kevin Semmelroch, Holger Hösch, Andreas Pistor und Daniel Grasgruber; 400 Spiele: André Krüger; 500 Spiele: Markus Krauß und Thomas Ellner; 600 Spiele: André Wondra.
70 Jahre Mitgliedschaft: Otto Rummler, Hubert Thienel, Peter Herold, Fiedrich Kolb und Reinhold Löhlein; 60 Jahre: Herbert Reichel; 50 Jahre: Reiner Bütterich, Werner Hübner, Elisabeth Niederhellmann, Anneliese Weidner, Friedlinde Fick, Edda Reichel, Anneliese Hofmann und Klaus Dupke; 25 Jahre: Gudrun Groß, Karin Krauß, Frank Löwlein, Maria Wenig, Sandra Bergmann, Manfred Tauer und Thomas Ellner.
Für besondere Verdienste: Monika Brandt (Handball und Mädchen für alles), Peter Kühlein (Promotor der 2. Mannschaft) und Raimund Hofmann (Schiedsrichter und immer für den Verein verfügbar).
BLSV-Ehrungen - Verdienstnadel in Bronze: Matthias Adam, Matthias Müller und Holger Friedrich; Verdienstnadel in Silber: Joachim Schwab und Stefan Wiesenmüller; Verdienstnadel in Gold: Kuni Groß (Gymnastikleiterin sein 1987) und Reiner Albrecht (seit 36 Jahren zunächst Schriftführer, dann bis heute Kassier).
BFV-Verbandsehrenzeichen in Silber: Bernd Bayer, Holger Friedrich, Matthias Müller, Matthias Adam, Stefan Wiesenmüller und Joachim Schwab; BFV-Verbandsehrenzeichen in Gold: Volker Täuber und Hans Niegsch; Ehrenmedaille in Silber: Dietmar Frankenberger und Reiner Albrecht; Verbands-Jugend-Ehrenzeichen in Gold: Claus Deller und Thomas Bergner. Klaus Klaschka
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