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Vor 50 Jahren zum Priester geweiht

Pater Gerhard Löffler OMI (Oblate der Makellosen Jungfrau Maria) feierte am Sonntag in der Herz-Jesu-Kirche in Pressig in einem beeindruckenden Gottesdienst sein goldenes Priesterjubiläum. Der 78-Jähr...
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Pater Gerhard Löffler OMI (Oblate der Makellosen Jungfrau Maria) feierte am Sonntag in der Herz-Jesu-Kirche in Pressig in einem beeindruckenden Gottesdienst sein goldenes Priesterjubiläum. Der 78-Jährige verbrachte seine Kindheit in seinem Elternhaus in Pressig und wurde von Anfang an von den Eltern christlich geprägt. Daher führte sein Weg schon als Zwölfjähriger in die Missionsschule der Oblaten in Obermedlingen.

Priester zu werden, war für ihn eine Berufung von Gottes Gnaden. Die Priesterweihe durfte er unter großer Anteilnahme der Bevölkerung des Frankenwaldes in seinem Heimatort am 22. Dezember 1968 entgegennehmen.

Sein 50. Priesterjubiläum feierte er wieder im Dom des Frankenwaldes, wie die Herz-Jesu-Kirche im Volksmund genannt wird. Er selbst zelebrierte den Jubiläumsgottesdienst. Pfarradministrator Pater Helmut Haagen OMI hieß die zahlreichen Kirchenbesucher und Jubiläumsgäste willkommen. Ein besonderer Gruß galt dem Festprediger Abt Maximilian Heim, den Mitbrüdern, Pater Werner Pieper (OMI), Diakon Alfred Trebes sowie Bürgermeister Hans Pietz. Die Festpredigt hielt Abt Maximilian Heim OCist (Zisterzienser), ebenfalls ein Kind des Frankenwaldes aus Kronach. Er ist Abt im Kloster Heiligkreuz in Österreich.

"Den 50. Jahrestag der Priesterweihe zu erleben, ist eine Gnade und Freude", sagte Pater Maximilian. Löffler dürfe an dem Ort Jubiläum feiern, an dem er vor 50 Jahren sein "Adsum", sein "Ich bin bereit" angenommen habe. Es sei eine Seltenheit, im Heimatort zum Priester geweiht zu werden. Es sei ein aufregendes Epochenjahr 1968, als Pater Löffler in seiner Heimatgemeinde vom damaligen Erzbischof Josef Schneider zum Priester geweiht wurde. Kritisch merkte der Prediger zum heutigen Zeitgeist an: "Je mehr das Verständnis für die christliche Familie von Vater, Mutter, Kind schwindet, umso mehr wächst auch das Unverständnis für das gottgeweihte Leben als Priester und im Ordensstand. Warum ist das so? Vielleicht weil beide Lebensformen, die sakramentale Ehe, die vor Gottes Angesicht geschlossen wird, und das zölibatäre Leben um des Himmelreiches willen nur dann gelebt werden können, wenn ich bereit bin, mein Leben ganz hinzugeben", so der Abt. Er war selbst ein Schüler von Pater Gerhard Löffler 1978 im Oblatenkonvikt Kulmbach gewesen. "Deine Schüler hatten das Glück, wirklich einen geistlichen Vater zu erleben, der ihnen beten und arbeiten, spielen und scherzen, basteln und andern Freude bereiten beigebracht hat", so der Festprediger. Das Wichtigste aber sei für die Schüler seine gelebte Beziehung zum Herrn, seine Liebe zur Eucharistie und sein kindliches Vertrauen auf die Gottesmutter Maria gewesen. In einer Zeit, in der in nicht wenigen Internaten der Missbrauch gang und gäbe war, habe er die Kinder in Freiheit und zur Ehrfurcht und Achtung erzogen vor Gott und vor den Menschen.

Am Ende des Gottesdienstes dankte Pater Löffler in bewegten Worten allen, die ihn wohlwollend im Priesteramt begleitet haben und am Jubiläumsgottesdienst mitwirkten. Er blickte zurück auf das Jahr 1974 und eine ergreifende Begegnung mit der Mutter Gottes in Fatima. Mit diesem Reiseproviant sei er aufgebrochen nach Kulmbach zu einer Gemeinschaft von jungen Menschen. Aus diesen habe er eine Bootsmannschaft geformt, die Hagel und Sturmböen ausgehalten und die bis zum heutigen Tag zu ihm halte, sinnierte der Pater mit leiser Stimme.

Der Kirchenchor unter Leitung von Georg Konrad und Florian Beetz an der Orgel gestalteten musikalisch den Gottesdienst. Anschließend sprachen viele Gäste im Jugendheim die Glückwünsche an den beliebten Pater aus. Bürgermeister Hans Pietz entbot die Gratulation im Namen der Marktgemeinde Pressig. Ein Frauenduo aus der Heimat Pressig sang ein selbst gedichtetes Jubiläumslied.

Karl-Heinz Hofmann

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