Bamberg

Von Wagners Faible für Shakespeare

Richard Wagner hat Wohl keinen Dramatiker so vorbehaltlos geschätzt, ja geliebt wie Shakespeare. Über "Wagners Shakespeare" spricht mit Musikbeispielen Frank Piontek (Bayreuth) am ...
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Richard Wagner
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Richard Wagner hat Wohl keinen Dramatiker so vorbehaltlos geschätzt, ja geliebt wie Shakespeare. Über "Wagners Shakespeare" spricht mit Musikbeispielen Frank Piontek (Bayreuth) am Dienstag 12. Januar, um 19.30 Uhr im Hotel Bamberger Hof. Der Referent zeigt auf, wo, wie und warum Wagners dramatischer Urvater Eingang in das theoretische, dramatische und kompositorische Schaffen des "Meisters" fand. Denn mit Shakespeare hat sich Wagner lebenslang beschäftigt und keinem Dichter hatte er so viel zu verdanken. Bei Shakespeare konnte er - neben dem Vorbild der Griechen - lernen, wie die dramatischen Bögen zu spannen sind. Im Zürcher Asyl arbeitete sich Wagner theoretisch an Shakespeare ab und nahm in seinem Text Oper und Drama eine Standortbestimmung vor. Mehr als nur eine Anregung dürfte Wagner im Hinblick auf die Meistersinger erhalten haben. So finden sich wichtige Handlungselemente sowohl bei Shakespeare als auch bei Wagner: eine komische öffentliche Vorführung (Handwerker/Beckmesser) beendet ein Fest, es gibt Pseudokünstler, die sich in Esel verwandeln bzw. als solche bezeichnet werden (Zettel/Beckmesser), der Mond spielt im Wald und auf der Gasse eine wichtige Rolle als Vermittler zwischen Natur und Symbolik. Der Richard-Wagner-Verband Bamberg lädt zu diesem Vortrag ein. Der Eintritt ist frei. red
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