Romansthal

Von regionalem Obst angelockt

Der Obstmarkt in Romansthal punktete auch in diesem Jahr mit seiner großen Vielfalt bei den Besuchern.
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Auch heuer gab es wieder eine Obstausstellung, deren Besonderheit ein mit Obst gefüllter Schriftzug war. Fotos: Gerda Völk
Auch heuer gab es wieder eine Obstausstellung, deren Besonderheit ein mit Obst gefüllter Schriftzug war. Fotos: Gerda Völk
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Der Obstmarkt in Romansthal hatte am Sonntag bei strahlend blauen Himmel und schönstem Sonnenschein wieder zahlreiche Besucher aus nah und fern angelockt. Bereits in den späten Vormittagsstunden füllte sich der Parkplatz. Den Verkehr regelte die örtliche Feuerwehr.

Allerdings war es mit dem Obstangebot in diesem Jahr nicht so gut bestellt wie im letzten Rekord-Erntejahr. Ein Frost während der Blüte im Frühjahr hatte den Traum von einer allzu üppigen Ernte zunichte gemacht. Dennoch trugen die Gäste des Obstmarktes volle Taschen und Körbe mit wertvollen Vitaminen mit nach Hause.

Das Angebot in den einzelnen Hofstellen punktete mit viel Selbstgemachtem wie Gelees oder Marmeladen, mit Obst in flüssiger Form wie Likören oder Schnäpsen und Eingelegtem wie sauren Gurken, Zucchini oder was sich sonst noch einwecken lässt. Wer wollte, konnte sich mit dekorativen Herbstkränzen oder Dekorationen aus Holz eindecken. Der Ostmarkt in Romansthal war heuer die 21. Auflage. "Er war der erste Obstmarkt im Landkreis Lichtenfels, gefolgt von Kümmel und Stublang", erinnert sich der frühere Kreisfachberater Jupp Schröder.

Sortenvielfalt

Dabei hat es 1910 schon einmal einen Obstmarkt gegeben. Nach Jahrzehnten des Stillstands startete er 1999 mit einer ganz kleinen Auflage. Aus diesen bescheidenen Anfängen ist im Laufe der Jahre eine weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannte Veranstaltung geworden.

Wenn das Wetter mitspielt, dann erlebt der Obstmarkt in Romansthal einen wahren Besucheransturm wie am vergangenen Sonntag. In und um das 100-Seelen-Dorf gibt es rund 600 Obstbäume.

Von der Sortenvielfalt kündete auch eine Apfelausstellung, die im Jubiläumsjahr etwas anders als gewohnt ausfiel, erklärt die Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, Alexandra Kober. Im Jubiläumsjahr zierte ein mit verschiedenen Obstsorten gefüllter Schriftzug den Hintergrund der Obstausstellung. Vor 100 Jahren war Anton Ostler im Jahr 1919 die treibende Kraft zur Gründung eines Obstbauvereins in Romansthal.

Vielfältig war auch das Angebot an Kürbissen. Mittlerweile haben sich die vielseitig verwendbaren Kürbisse einen festen Platz in der Küche erobert und auch als Gruselfaktor zu Halloween sind sie nicht mehr wegzudenken. Eine Gruppe aus Unterpreppach hat sich mit Kürbissen eingedeckt. "Einer kommt in den Topf, zwei werden zum Schnitzen verwendet und einer dient als Zierde", erklärten sie ihre Einkäufe.

Auch wenn es heuer nicht an Wärme mangelte, so konnten die Kinder doch Stockbrot rösten. Das dazu nötige Feuer loderte in ausrangierten Waschmaschinentrommeln. Auch kulinarisch hatte der Obstmarkt einiges zu bieten. Zur Kaffeezeit lockten verschiedene Kuchen und Torten und wer es lieber herzhafter mochte, konnte sich Kürbissuppe oder Bratwürste schmecken lassen. Eine Bienenausstellung und das Romansthaler Obstmarkträtsel komplettierten die Veranstaltung.

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