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Herzogenaurach

Von Ochsen und anderen Fischen

Die Aurach fließt 40 Kilometer aus dem Landkreis Neustadt kommend, bis in die Regnitz bei Erlangen. Ein Gewässer, das es sich lohnt, genauer zu betrachten, sagen zumindest die Vertreter des Fischereivereins Herzogenaurach.
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Michael Busch Die Aurach ist ein spannender Fluss und für den Heimatunterricht sehr gut geeignet. Spannender Fluss? Außer ein paar Fischen darin und ein paar Pflanzen am Ufer wird es so viel nicht geben - könnte der uninformierte Betrachter meinen.

Der wird nun aber eines Besseren belehrt, da der Fischereiverband Mittelfranken einen Lehrpfad mit sieben Tafeln entlang der Aurach installiert hat. "Die Fischer können nun selbst auf die vielen Fischarten in der Aurach hinweisen", erklärte Bürgermeister German Hacker zur Einweihung des gut 700 Meter langen Pfades. Immerhin 17 Arten, die sich in diesem Abschnitt der Aurach wiederfinden.

Dank an den Ehrenpräsidenten

Jörg Zitzmann, Präsident des Fischereiverbandes, erklärte: "Es war uns ein Anliegen, dass wir an dieser Aurachstrecke aufzeigen können, welche Artenvielfalt wir hier in dieser Region haben." Wichtig sei es aber auch, die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen, dass es im Landkreis Erlangen-Höchstadt noch andere Fische als den immer wieder erwähnten Karpfen gebe. Dank ging an seinen Vorgänger und Ehrenpräsidenten Christoph Mayer, der sich bei der Realisierung des Pfades ebenfalls stark mit eingebracht hat. Zitzmann erzählte aber auch, dass die Finanzierung möglich war, weil ein Teil durch die Fischereiabgabe, die genau für solche Projekte zur Verfügung steht, bezahlt wurde. Weiterhin beteiligte sich das Landwirtschaftsministerium, da die Tafeln förderfähig sind. "Der Rest wird dann vom Fischereiverband getragen", sagte Zitzmann. Das Aufstellen wurde von Herzogenaurach übernommen.

Europäisches Referenzgewässer

Der Herzogenauracher Vorsitzende des Fischereivereins Georg Maier gab dann noch weitere Informationen, die sich dann auch auf den Tafeln wiederfinden.

"Die Realisierung des Pfades war uns ein besonderes Anliegen, da die Aurach ein Referenzgewässer für Mitteleuropa ist." 17 sich selbstfortpflanzende Fischarten von Rotfeder bis Strömer und Bitterlingen finden sich in dem fließenden Gewässer. Es werde zwar Fisch eingesetzt, aber "sie reproduzieren sich selbst". Er hofft, dass die Schilder und der Pfad reges Interesse erfahren. "Im Grunde braucht der Biologielehrer nichts mehr mitzubringen, es ist alles da", hatte zuvor Zitzmann die Aufforderung zum Schulbesuch ausgesprochen.

Gemeinsam hoffe man aber auch auf Spaziergänger, Ausflügler und interessierte Bürger, die sich über Fauna und Flora rund um das Gewässer informieren wollen. Denn immerhin sind es gut 40 Kilometer, die sich die Aurach durch die Frankenhöhe schlängelt. Zwei Quellbäche im Landkreis Neustadt speisen den Fluss, der dann in Erlangen in die Regnitz mündet. Auf der Tafel findet sich dann auch die Information wieder, was die Ochsen mit den Fischen zu tun haben, wie in der Überschrift erwähnt. Es ist zu lesen: Aurach bedeutet "Bach, an dem Auerochsen weiden".

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