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Heßdorf

Von der Schreibkraft-Elite zum VG-Multitalent

Margarete Wanjelik feierte ein nicht alltägliches Jubiläum. In feierlichem Rahmen konnte ihr 40-jähriges Dienstjubiläum im öffentlichen Dienst begangen werd...
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VG-Vorsitzender und Bürgermeister Horst Rehder dankt der Mitarbeiterin Margarete Wanjelik. Foto: Richard Sänger
VG-Vorsitzender und Bürgermeister Horst Rehder dankt der Mitarbeiterin Margarete Wanjelik. Foto: Richard Sänger
Margarete Wanjelik feierte ein nicht alltägliches Jubiläum. In feierlichem Rahmen konnte ihr 40-jähriges Dienstjubiläum im öffentlichen Dienst begangen werden. VG-Vorsitzender und Bürgermeister Horst Rehder nahm dies zum Anlass, der Jubilarin für ihr Engagement zu danken und überreichte ihr die Dankurkunde der bayerischen Sozialministerin Emilia Müller.
Im Beisein der Kollegen der VG und des Rathauses begab sich Rehder auf eine Zeitreise. Im Jahr 1977 feiert die Queen ihr silbernes Thronjubiläum, in New York fällt der Strom aus und generiert einen kurzfristigen Babyboom. In Deutschland friert man im Deutschen Herbst und Elvis stirbt.
Im Zweckverband zur Wasserversorgung der Seebachgruppe in Erlangen bewirbt sich ein 16-jähriges Mädchen, fünftes Kind eines Hannberger Schreiners und einer Hausfrau. Margarete Geier möchte gerne Schreibkraft im Zweckverband werden, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal mit ihrer Wirtschaftsschule fertig ist. Zu diesem Zweck muss sie sogar eine Prüfung im Maschinenschreiben und Diktat ablegen und setzt sich letztlich gegen fünf Mitbewerberinnen durch.
Am 1. September 1977 fängt sie an und bleibt, wird nach einem halben Jahr schon höhergruppiert. Im Dezember 1980 tippt sie sich mit 325 Anschlägen in der Minute in die Elite der Schreibkräfte und wird kurz darauf in die Vergütungsgruppe 8 katapultiert. Margarete Wanjelik arbeitet mittlerweile auch im Gebäude der VG Heßdorf und wird zur stellvertretenden Kassenverwalterin ernannt. Zum 1. Januar 1989 tritt sie offiziell in die Dienste der Verwaltungsgemeinschaft.
Nach ihrer Heirat und der Geburt eines Sohnes klinkte sie sich drei Jahre aus der Verwaltung aus und kommt erst im Januar 2006 wieder, nun aber mit deutlich reduzierter Arbeitszeit und einem neuen Aufgabenfeld: der Kindergartenverwaltung und - Abrechnung.
Dass sie nebenher noch ein wenig Mitteilungsblatt, ein wenig Zeiterfassung, ein wenig Geburtstagsbriefe und ein wenig dies und das macht, rundet nur das Bild einer multifunktionalen Verwaltungskraft ab, das wir von ihr haben. "Nun sind es vierzig Jahre geworden, dass sie schon unter uns weilt. Und wenn sie nicht gerade vom Fahrrad stürzt, dürfen wir hoffen, dass sie bei guter Gesundheit noch die 50 Jahre schafft. Ich habe mir sagen lassen, dass sie ihre Regelaltersgrenze genau am 1. Februar 2028 erreicht", hofft der VG-Vorsitzende.

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