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Bamberg

Von Bamberg in die weite Welt

Wertvolle Leihgaben der Museen der Stadt sind in vielen prominenten Ausstellungen zu sehen. Ein Überblick.
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Die "Sintflut" von Hans Baldung Grien ist noch bis 8. März Teil der Großen Landesausstellung Baden-Württemberg in Karlsruhe. Fotos: Museen der Stadt Bamberg
Die "Sintflut" von Hans Baldung Grien ist noch bis 8. März Teil der Großen Landesausstellung Baden-Württemberg in Karlsruhe. Fotos: Museen der Stadt Bamberg
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Die Museen der Stadt Bamberg haben viel zu bieten und werden daher auch regelmäßig von anderen Ausstellungshäusern um Leihgaben der unterschiedlichsten Art angefragt. So sind noch bis zum 1. März in der großartigen Rembrandtschau im Kölner Wallraf-Richartz-Museum die Evangelisten Johannes und Markus, Gemälde von Jan Lievens, zu sehen.

Die "Sintflut" von Hans Baldung Grien ist noch bis 8. März Teil der Großen Landesausstellung Baden-Württemberg in Karlsruhe. Das Salzburg Museum zeigte bis gestern eine herausragende Ausstellung mit Gemälden der Porträtistin Barbara Krafft, (geboren 1764 in Iglau; gestorben 1825 in Bamberg), darunter neun Leihgaben aus Bamberg.

"Die Macht des Wissens"

Ein Handopferkasten und ein Siechenstein wurden zur bereits viel beachteten Ausstellung "Medicus - die Macht des Wissens" (bis 21. Juni) an das Historische Museum der Pfalz in Speyer ausgeliehen.

Und ganz aktuell sind vergangene Woche 60 Porzellane nach Saarlouis ins Museum Haus Ludwig gereist. Dies entspricht quasi der gesamten Ausstellung "Was bin ich? Berufe in Porzellan", die 2014 mit großem Erfolg in der Sammlung Ludwig Bamberg zu sehen war.

Wieder nach Bamberg zurückgekehrt sind inzwischen das große Ölgemälde "Der Fischmarkt" von Joachim Beuckelaer aus dem 16. Jahrhundert, das bis vor kurzem im niederländischen Dordrechts-Museum Teil der Ausstellung "Vis in Beeld" war, und "Industrielandschaft", ein Gemälde Peter Benkerts, das an das Ruhrmuseum Essen verliehen war.

Bamberg stark vertreten

Eine ganze Reihe Bamberger Objekte wird außerdem im neuen Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg präsentiert. Vier sogenannte Prozessionskränze sind Teil der Dauerausstellung.

Ein echtes Schwergewicht ist noch bis 8. März in der Landesausstellung "100 Objekte aus 1000 Jahren" zu sehen: Einer der drei berühmten "Bamberger Götzen", der 1858 aus dem Schwemmsand der Regnitz bei Gaustadt geborgen wurde. Er besteht aus Keuper-Sandstein und dürfte zwischen dem sechsten und achten Jahrhundert entstanden sein. Es zeigt einen bärtigen Mann, wobei noch unklar ist, ob es sich um einen heidnischen Götzen oder einen frühchristlichen Missionar handelt.

Auch der prominente mittelalterliche Ritterkopf aus Schilfsandstein aus dem Besitz des Historischen Vereins Bamberg ist zur Landesausstellung nach Regensburg gereist. Entstanden in Bamberg vor 1237, gehörte er zur Domausstattung und stellt eventuell den Heiligen Mauritius dar.

Die Bamberger "Räderuhr mit Apostelgang" aus dem 16. Jahrhundert aus der Abteilung "Raum und Zeit" im Historischen Museum Bamberg ist ebenfalls eines der 100 Objekte aus 1000 Jahren in der aktuellen Landesausstellung. Sie wird Andreas Utzmüller zugeschrieben. Vermutlich handelt es sich bei diesem Exponat um eine der ältesten erhaltenen hölzernen Räderuhren.

Die Sammlung Ludwig Bamberg, die in diesem Jahr übrigens ihr 25-jähriges Bestehen im Alten Rathaus feiern kann, stellte den "Stürmische Liebhaber" zur Verfügung. Die galante Szenerie aus Porzellan stammt von Franz Anton Bustelli aus der Manufaktur Neudeck-Nymphenburg und ist 1756 entstanden.

Weitere Bamberger Leihgaben

Auch weitere Bamberger Museen haben wertvolle Gegenstände verliehen: In der jetzt zu Ende gegangenen Baseler Ausstellung "Gold & Ruhm" waren prominente Objekte aus der Staatsbibliothek Bamberg und dem Bamberger Diözesanmuseum ausgestellt.

In der bereits erwähnten Landesausstellung "100 Schätze aus 1000 Jahren" im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg sind auch drei bedeutende Objekte aus dem Bamberger Diözesanmuseum zu sehen: Ein Tragaltar aus Hildesheim und Köln um 1170/80, Pontifikalschuhe aus dem Grab Bischof Ottos II. von Bamberg aus dem 12./13. Jahrhundert und eine Krümme eines Bischofsstabs aus Limoges aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts.

Die Rückkehr ist gewiss

Und nicht zuletzt ist die Neue Residenz Bamberg der Bayerischen Schlösserverwaltung mit einem knapp vier Meter großen Wappen des Königsreichs Bayern von 1806 in Regensburg vertreten.

Und irgendwann kehren ja all diese Leihgaben zum Glück wieder nach Bamberg in ihre angestammten Häuser zurück und werden dort wieder zu bestaunen sein.

Viel mehr Informationen finden Interessierte auch im Internet unter museum.bamberg.de und domberg-bamberg.de. red

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