Wallenfels
80. Geburtstag

Vom Vertriebenenkind zum angesehenen Unternehmer

Als Horst Hofmann am 7. November 1938 im Kreis Braunau im Sudetenland geboren wurde, hätte er sich nicht träumen lassen, einmal hier im Frankenwald als Unternehmer Fuß zu fassen. Wie viele seiner Land...
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Erinnerungen sind Horst Hofmann (Mitte) besonders an seinem 80. Geburtstag wichtig. Deshalb zeigt er auch Bürgermeister Jens Korn (re) und seiner Ehefrau Helga sein kleines Fotoalbum mit vielen alten Aufnahmen.  Foto: Susanne Deuerling
Erinnerungen sind Horst Hofmann (Mitte) besonders an seinem 80. Geburtstag wichtig. Deshalb zeigt er auch Bürgermeister Jens Korn (re) und seiner Ehefrau Helga sein kleines Fotoalbum mit vielen alten Aufnahmen. Foto: Susanne Deuerling

Als Horst Hofmann am 7. November 1938 im Kreis Braunau im Sudetenland geboren wurde, hätte er sich nicht träumen lassen, einmal hier im Frankenwald als Unternehmer Fuß zu fassen. Wie viele seiner Landsleute wurden er und seine Familie im August 1945 von den Tschechen vertrieben und kamen über Bad Schandau und Dresden nach Bitterfeld. Eine glückliche Fügung wollte es, dass sein Vater nach der Gefangenschaft in Wallenfels gelandet war. Im Februar 1948 war die Familie in der schönen Rodachtalstadt wieder vereint.

Sein Vater hatte sich eine kleine Werkstatt eingerichtet und reparierte alles, was so anfiel. Horst musste mithelfen, solange, bis er eine Lehrstelle in Nürnberg bekam. Schule und seine Lehrzeit als Kraftfahrzeugmechaniker in Nürnberg und die Gesellenprüfung im Mai 1959 blieben Horst Hofmann immer in guter Erinnerung. Bundeswehr und Junggesellenleben ließ der Jubilar im Dezember 1961 dann hinter sich, als er ein junges, blondes Mädchen kennenlernte - seine jetzige Frau Helga. Hochzeit feierten die beiden am 26. Dezember 1963 in Naila, und im Mai 1964 kam Sohn Bernhard zur Welt, im Mai 1965 folgte Sohn Michael.

Somit war Horst Hofmann endgültig in Wallenfels angekommen, legte die Meisterprüfung mit Bravour ab und übernahm Ende 1969 die Tankstelle und Werkstatt an der Bahnhofstraße. Diese Werkstatt wird nun bereits in dritter Generation weitergeführt. Zwar gibt es keine Tankstelle mehr, doch die Werkstatt mit Service und Verkauf ist der ganze Stolz von Horst Hofmann. Auch privat ist alles "in sicheren Tüchern". Bereits im Dezember feierte der 80-jährige mit seiner Helga Goldene Hochzeit.

Doch nicht nur die Werkstatt und die Arbeit waren und sind der Lebensinhalt von Horst Hofmann. Auch wenn er 16 Jahre lang als Obmann des Kreises Kronach in der Kfz-Innung fungierte. Auf eines ist der Jubilar besonders stolz. Seit Januar 2003 betreut er die Kapelle auf dem Silberberg zwischen Wallenfels und Steinwiesen. Eine kleine Enklave auf Steinwiesener Gebiet, die zu Wallenfels gehört. Hier kann er sein Ehrenamt so richtig ausleben. Irgendwie ist er auch ein Vereinsmeier, wenn auch meist passiv. Doch beim Tischtennisclub Wallenfels ist er seit Gründung 1963 Mitglied. Von 1969 bis 1987 war er Vorsitzender, von 1988 bis 1997 Zweiter Vorsitzender. Bereits 1998 wurde er aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt und er sprang in die Bresche, als sich 2010 bei den Wahlen kein Vorsitzender finden ließ. "Das ist eben mein Verein, auch wenn ich nie aktiv Tischtennis gespielt habe", sagt Horst Hofmann.

An seinem Jubeltag kamen dann auch die Vertreter all seiner Vereine zum Gratulieren. Der FC Wallenfels, Ski-Club Kronach, Wanderverein Frankenlust, Frankenwaldverein, Schützengesellschaft, Heimatverein Braunau, CSU Wallenfels und natürlich der TTC Wallenfels. Ein Ständela brachte der Musikverein Wallenfels seinem Mitglied und im Namen der Stadt gratulierte Jens Korn. sd



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