Stockheim

Vom Unternehmen zur Rettung

Die Feuerwehr Stockheim bekommt ein neues Zuhause. Natur- und Datenschutz wurde ebenfalls diskutiert.
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Einst wurde in dem Gebäude Gewerbe ausgeführt. Nun hat die Gemeinde Stockheim die "Scholz-Halle" erworben. Die Stützpunktfeuerwehr wird dort künftig mit ihr Domizil haben. Foto: Veronika Schadeck
Einst wurde in dem Gebäude Gewerbe ausgeführt. Nun hat die Gemeinde Stockheim die "Scholz-Halle" erworben. Die Stützpunktfeuerwehr wird dort künftig mit ihr Domizil haben. Foto: Veronika Schadeck

Veronika Schadeck Stockheim —  Einst wurde darin ein Gewerbe ausgeführt, nun wird es der Feuerwehr Stockheim zur Verfügung gestellt. Bei der Gemeinderatssitzung am Montagabend wurden mit der Nutzungsänderung der Scholz-Halle für die Feuerwehr Stockheim auch die Zimmerer-, Maler- und Trockenbauarbeiten vergeben.

Wie auf Nachfrage vom zweiten Bürgermeister Siegfried Weißerth zu erfahren war, sollen in der Scholz-Halle adäquate Räumlichkeiten für die Stützpunktfeuerwehr geschaffen werden. Angedacht ist in dem Gebäude eine Feuerwehrhalle, eine Werkstatt und einen Unterrichtsraum für die Feuerwehr zu schaffen.

Bei der Sitzung gingen die Zimmererarbeiten an die Firma Riesner aus Zeulenroda mit 49 527 Euro. Die Malerarbeiten und die Trockenbauarbeiten gingen an die Firma Maler Renk aus Marktrodach zum Angebotspreis von 25 285 Euro.

Antrag des Bund Naturschutz

Beim Antrag des Bund Naturschutz in Bayern zur naturverträglichen Pflege von gemeindlichen Flächen erklärte der Bürgermeister: "Wir machen von Gemeindeseite aus viel in diesem Bereich." In diesem Zusammenhang sprach er von Streuobst- und Blühwiesen, die auf gemeindlichen Flächen wie am Hochbehälter in Neukenroth angelegt worden. "Wir stellen uns der Aufgabe", so Stockheims Bürgermeister Rainer Detsch.

Aber man müsse auch aufpassen, dass man sich nicht in Widersprüchen verzettele. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass die Bürger angewiesen werden, ihre Privatgrundstücke zu pflegen. Die Gemeinde wolle aber versuchen, möglichst viele Flächen naturnah zu pflegen. Detsch stellte aber auch klar, dass man an bestimmten Bereichen, wie im Einmündungsbereich der Supermärkte, aus Sicherheitsgründen das Gras nicht in die Höhe wachsen lassen könne.

Aufgeschlossen zeigte sich das Gremium mit dem Abschluss einer Zweckvereinbarung über die interkommunale Zusammenarbeit beim Datenschutz und der Informationssicherheit im Landkreis Kronach. Das Thema sei schon lange in der Diskussion, erläuterte Rainer Detsch. Mit der Vereinbarung wolle man die gesetzlichen Vorschriften zum Datenschutz und der Informationssicherheit effizienter und effektiver gestalten. Der Landkreis stellt zu diesem Zweck jeweils eine geeignete Fachkraft in Vollzeit ein. Die anfallenden Kosten werden zu 50 Prozent vom Landkreis übernommen, den Rest tragen die Gemeinden anteilsmäßig nach ihren Einwohnern. Für Stockheim bedeuten das Kosten zwischen 5000 und 6000 Euro pro Jahr.

Dem Antrag des Schützenhortes 1885 Stockheim auf Bezuschussung eines Rolltores für die Schützenhalle wurde stattgegeben. Die Gemeinde gibt einen Zuschuss in Höhe von 608 Euro, dies entspricht 10 Prozent der Kosten. Der Obst- und Gartenbauverein erhält 1213 Euro für die Anschaffung einer Waschanlage mit Häckselfunktion.

Für die Schaffung von zwei Stellplätzen am Feuerwehrgerätehaus Haßlach wurde die Ausschreibung für die Fliesenarbeiten wegen überhöhter Angebote aufgehoben. Man werde nun in die freihändige Vergabe gehen und einige Firmen ansprechen, so Bürgermeister Detsch. Den Auftrag für die Arbeiten an den Außenanlagen erhielt die Firma Wagner Bau in Kronach zum Angebotspreis von 14 923 Euro. Für die Herstellung eines Retentionsraumpools wurden die Erdarbeiten an die Firma H. u. M. Poeck GmbH & Co KG in Seßlach zum Angebotspreis von 69 496 Euro vergeben. Man habe dringenden Handlungsbedarf und werde einen Retentionsraum mit 3300 Kubikmetern schaffen, so der Bürgermeister.

Anregungen aus der Sitzung

Unter Punkt "Sonstiges" regte der zweite Bürgermeister Siegfried Weißerth (CSU) an, das rote Backsteingebäude, in dem derzeit der Bauhof untergebracht ist, zu verschönern. Er wies auf den Neubau der Fahrzeughalle des Bauhofs und auf das sogenannte Herrenhaus in unmittelbarer Nähe hin. Für ihn sei es deshalb ein Anliegen, dass das Backsteingebäude ins Gesamtensemble des Geländes passt.

Stefan Beetz (CSU) wies auf die Gefahrenstelle am Dorfteich in Haig hin. Hier bestehe Handlungsbedarf. Weiter fragte er nach dem Start der "kleinen Dorferneuerung" in Haig. Detsch erklärte, dass er mehrmals beim Amt für ländliche Entwicklung angefragt habe. Dort habe man ihm gesagt, zuerst soll man die kleine Dorferneuerung in Reitsch fortentwickeln.

Bei dem Tagesordnungspunkt "Bauanträge" wies der Bürgermeister darauf hin, dass die Grundstücke "Am Schmiedsberg" in Neukenroth bis auf einen alle veräußert worden seien. "Mittlerweile hat sich dort eine Musterhaussiedlung entwickelt". Die Gemeinde müsse sich Gedanken wegen der Erschließung von Bauland machen. "Die Nachfrage nach Baugrundstücken ist groß."

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