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Unterrodach

Vom Durst nach Leben

Der christliche Liedermacher Jörg Streng begeisterte zusammen mit Andreas Greim in Unterrodach.
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Jörg Streng (rechts) begeisterte zusammen mit Andreas Greim mit seinen Liedern "Durst nach Leben" in der Michaelskirche in Unterrodach. Foto: Susanne Deuerling
Jörg Streng (rechts) begeisterte zusammen mit Andreas Greim mit seinen Liedern "Durst nach Leben" in der Michaelskirche in Unterrodach. Foto: Susanne Deuerling

Susanne Deuerling Unterrodach —  Rund um den Taufstein aus dem Jahr 1851 in der Michaelskirche in Unterrodach waren Schlagzeug, Gitarren und Mikrofone aufgebaut, daneben eine Leinwand mit dem Motto des musikalischen Abendgottesdienstes "Durst nach Leben". Jörg Streng aus Bayreuth, Komponist und Liedermacher faszinierte bereits bei seinen ersten Tönen die Kirchenbesucher, die nicht nur aus Unterrodach gekommen waren.

Eine der Botschaften in seinen Liedern ist die Zeit, "Zeit zum Leben, Lachen und für den, der mit dir reden will", so drückt Jörg Streng es in seine Gedanken aus, die er immer wieder zwischen seinen Liedern einstreut. Gedanken zum Durst nach Leben, denn Durst ist schlimmer als Hunger, aber es gibt einen Durst, den kein Wasser löschen kann. Doch wer gesteht sich diesen Durst ein, wer gibt zu, dass ihm Geborgenheit, inneres Leben fehlt? So wie Wolken am Himmel spurlos verwehen, so soll das Leben des Menschen nicht sein, nicht spurlos verrinnen, sondern mit Gott eine erfüllte Zeit werden. Und deshalb gibt es Gottes Wort, es wird zu Licht und Luft zum Leben. Mag auch noch so viel passieren, mag der Abgrund noch so tief sein, "Gottes Liebe hält dich fest".

Die Lieder, die Jörg Streng zusammen mit Andreas Greim an diesem Abend sang und spielte, stammen alle aus seiner eigenen Feder. Einfühlsame Melodien, teilweise selbstironische und selbstkritische Texte, das sind "echte Jörg Streng Lieder".

Der christliche Liedermacher animierte die Besucher, bei einigen Liedern den Refrain mitzusingen. So auch beim Lied "Lass uns Frieden suchen", die Jahreslosung 2019. Auch eines seiner ältesten Lieder hatte Jörg Streng mitgebracht. "Der Begleiter" wurde vor 27 Jahren geschrieben und mit diesem Lied soll man eine Zeit lang Begleiter für kleine Menschen, für Kinder sein. Genauso wie Gott Begleiter auf allen Wegen für die Menschen ist, er lässt sie nicht allein.

"Wenn mich irgendein Thema besonders bewegt, dann setzte ich mich hin und schreibe ein Lied", sagte Jörg Streng etwas nachdenklich. Und so sind viele Lieder entstanden, die sich mit Gott beschäftigen, mit Jesus, der alle hält und nie allein durch die Welt gehen lässt.

Mit Liedtexten wie "Dem Ziel entgegen", "Frieden suchen", "Durst nach Leben" oder auch dem wunderschönen Abendlied aus dem Album "Gott ist mit uns" entführt Jörg Streng seine Zuhörer in eine Welt, die so von Gott gewollt ist, die eigentlich in jedem Menschen drin ist, man muss es nur zulassen. Und so ist der "Durst nach Leben" ganz fest im Herzen verankert, man muss es nur annehmen und versuchen, den Durst mit Hilfe von Gott, von Jesus zu stillen.

Von der Dunkelheit ins Licht

"Es ist gut, wenn man den Durst nach Leben im Herzen immer noch spüren kann", gab der Künstler Jörg Streng den begeisterten Besuchern an diesem Abend mit. Gott rufe alle aus ihren Ängsten und Sorgen aus der Dunkelheit in sein strahlendes Licht.

Und um das alles zu erreichen, müsse man manchmal "über Grenzen gehen". Und das seien keine alten Zöpfe für in der Vergangenheit lebende Menschen, sondern das Wort Gottes ist aktueller und konkreter als je zuvor.

Am Anfang des Abendgottesdienstes hatte Pfarrer Andreas Krauter alle begrüßt, besonders die beiden Sänger Jörg Streng und Andreas Greim. Den Gottesdienst beendete er mit dem "Vater unser" und dem feierlichen Segen.