Memmelsdorf

Voller Einsatz für den "Herzplatz"

Der Memmelsdorfer Ortsteil Meedensdorf kämpft in einem Wettbewerb des BR um den Sieg: Es gilt, in fünf Stunden die Ortsmitte zu verschönern und einen "Herzplatz" zu schaffen. Schließlich entscheiden die Zuschauer, wer gewinnt.
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Christel Klötzscher und viele weitere Helfer engagieren sich für die Verschönerung der Meedensdorfer Ortsmitte. Fotos: Ronald Rinklef
Christel Klötzscher und viele weitere Helfer engagieren sich für die Verschönerung der Meedensdorfer Ortsmitte. Fotos: Ronald Rinklef
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"Es war eine verrückte Idee", aber Gerd Schneider (parteilos), Erster Bürgermeister von Memmelsdorf, war sofort begeistert davon. Von der Idee, dass die Bewohner des Ortsteils Meedensdorf innerhalb von fünf Stunden ihren Ortskern verschönern. Sie treten damit in einem Wettkampf gegen einen anderen bayerischen Ort um den schönsten "Herzplatz" und ein Preisgeld in der Höhe von 5000 Euro an: Am Ende entscheiden Fernsehzuschauer des Heimatmagazins "Wir in Bayern", wer gewinnt und welcher Ort und seine Bewohner den größten "Sympathiefaktor" hat. Denn der Wettkampf um die schönste Dorfmitte wird live im Bayerischen Rundfunk übertragen.

Bereits ab 20. Juni berichtet der BR von der Aktion und den Vorbereitungen. Am 12. Juli ist der Tag des Wettkampfes: Ein Großteil der 267 Einwohner, so wünscht es sich Schneider, soll von den "Brüdern und Schwestern" aus den benachbarten Gemeindeteilen unterstützt werden. "Wir wollen beweisen, dass wir noch echte Dorfhelden haben!"

Ziel des Projekts sei die Schaffung einer neuen "Wohlfühlzone" für alle Dorfbewohner. Christel Klötzscher wohnt seit etwas mehr als einem Jahr in dem beschaulichen Ort. Und sie engagiert sie sich besonders für die Neugestaltung der Ortsmitte: Weil sie so nett aufgenommen wurde. Die Neu-Meedensdorferin möchte den anderen Bewohnern damit etwas zurückgeben.

Aus rund 2000 Gemeinden wurde Meedensdorf für den Kampf gegen Lauingen, aus dem schwäbischen Teil Bayerns, ausgewählt: Wer in fünf Stunden seine Dorfmitte am schönsten umgestaltet, gewinnt das Gemeinschaftsprojekt "Herzplatz". Sowohl im Fernsehen als auch im Radio wird über die Umgestaltung berichtet. "Gemeinsam wollen wir die letzte Hand anlegen", so Schneider. "Wir schaffen das!" Die Dorfmitte rund um den Brunnenplatz sei bereits schön. Jetzt gelte es, so Schneider, das vorhandene Paket noch zu verpacken und "eine Schleife darum zu schnüren".

Erneuern, renovieren, verschönern - darum dreht sich das Projekt des Bayerischen Rundfunks. Die Aktion läuft vom 20. Juni bis zum 18. Juli: Vier Wochen lang kämpft das fränkische Dorf um den Sieg. Von den Vorbereitungen, bis hin zum Aktionstag wird im Heimatmagazin des BR täglich berichtet. Die erste Ausstrahlung ist am Donnerstag, 20. Juni, um 16.15 Uhr. Nach dem großen Aktionstag mit allen Umbaumaßnahmen am 12. Juli sei der Sympathiefaktor entscheidend: Die Zuschauer und Zuhörer wählen, welche Stadt das "Herzplatz"-Projekt gewinnt. Am 18. Juli wird die "Herzplatz"-Stadt schließlich bekanntgegeben.

Große Pläne für Aktionstag

Während der Vorbereitungsphase haben die Orte die Möglichkeit, festzulegen was sie in der vorgegebenen Zeit an ihrem "Herzplatz" verändern wollen. In diesem Zeitraum mobilisieren sie weitere Bürger, suchen Sponsoren und organisieren eine fachgerechte Umsetzung der Arbeitsmaßnahmen. Meedensdorf hat sich bereits große Ziele gesteckt: Die Dorfbewohner wollen neben dem Bau einer neuen Kräuterspirale auch ein neues Klettergerüst aufstellen. Ein Wildbienenhotel soll ebenfalls am Brunnenplatz entstehen. "Die Zimmer im Bienenhotel einrichten - das ist mein Job!", freut sich Schneider auf den Tag der Umgestaltung.

Die bereits vorhandene Scheune soll in diesem Rahmen ebenfalls fertiggestellt werden - unter anderem fehlen noch die Fenster. "Vor der Scheune gibt es auch noch keine Bepflasterung - das wollen wir ändern", so Klötzscher. Bei der Premiere der neuen BR-Serie wolle, so der Bürgermeister, der gesamte Ort Hand anlegen und alle Bewohner seien zu 100 Prozent dabei: Mit seinen 267 Einwohnern ist Meedensdorf um einiges kleiner als das gegnerische Lauingen, aber "es kommt nicht auf die Anzahl der Helfer an, sondern auf den Dorfspirit", so Schneider.

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