Kemmern
kemmern.infranken.de  Das Oberfränkische Volksmusikfest lockte zahlreiche Besucher nach Kemmern.

Volksmusik ein "wichtiger Kulturträger"

Das Festjahr zum 1000-jährigen Jubiläum der Gemeinde Kemmern ist vollgepackt. Ein Highlight jagt das andere. "Mit dem Oberfränkischen Volksmusikfest konnten...
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Auch "Die Gschrubbdn" sorgten in Kemmern für gute Laune. Foto: Johannes Michel
Auch "Die Gschrubbdn" sorgten in Kemmern für gute Laune. Foto: Johannes Michel
Das Festjahr zum 1000-jährigen Jubiläum der Gemeinde Kemmern ist vollgepackt. Ein Highlight jagt das andere. "Mit dem Oberfränkischen Volksmusikfest konnten wir ein weiteres Sahnestück nach Kemmern holen", so Bürgermeister Rüdiger Gerst (CSU) bei der Eröffnung am Kirchplatz. Neun Musikgruppen unterhielten anschließend in den Gaststätten, Kellern und auf den Straßen Kemmerns.
"Das Wetter bei euch ist besser, als der Bayerische Rundfunk weiß." Siegfried Stengel, der den Bezirkstagspräsidenten Günther Denzler bei der Eröffnung des Oberfränkischen Volksmusikfestes vertrat, musste dem Wetterbericht aus dem Radio widersprechen - denn im Gegensatz zu allen Vorhersagen schien in Kemmern die Sonne. Beste Voraussetzungen also, um
zwischen den verschiedenen gastronomischen Angeboten in Kemmern zu wandern - und überall Musik zu erleben.
Zum 30. Jubiläum war das Volksmusikfest im Jubiläumsjahr nach Kemmern gekommen. "Tradition und Volksmusik werden in Kemmern großgeschrieben", erklärte Rüdiger Gerst, natürlich mit einem Hinweis auf die weit über Kemmern hinaus bekannte Gruppe "Kemmärä Kuckuck". Denn gerade für die Musik sind die Vereine (die "Kemmärä Kuckuck" sind eine Abteilung des Trachtenvereins) heute ein wichtiger Kulturträger. Und auf dieses Kulturgut wies auch Stengel hin: "Volksmusik ist zeitlos, keine Modeerscheinung, nichts künstlich Aufgeblähtes. Und damit die eigentliche Pop(ular)musik."
Ausgerichtet wurde das Fest vom Bezirk Oberfranken und der Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik. Deren Vorsitzender Bertram Popp und sein Vorgänger und mittlerweile Ehrenvorsitzender Jürgen Gahn stellten auf dem Kirchplatz alle teilnehmenden Gruppen vor. Und die dürfen allein schon aufgrund der spannenden Namen nicht unterwähnt bleiben.
Mit dabei waren die "Waldsteinsaiten", die "Pechloh Musikanten", das "Freie Fränkische Bierorchester", die "Fränkische Volksmusik Bischberg", die "Wiesenttalter", "Die Gschrubbdn", "ex aermolo" und die "Pommersfeldener Heimatmusik". Auch die Lokalmatadore, die "Kemmärä Kuckuck", durften natürlich nicht fehlen - sie spielten zum Tanz auf.
Alle anderen Gruppen verteilten sich auf die gastronomischen Betriebe in Kemmern oder waren auf den Straßen unterwegs. "Diese Vielfalt zu sehen, macht richtig Spaß", freute sich Bertram Popp. Und schon bei der Eröffnung auf dem Kirchplatz wurde klar: Volksmusik regt einfach dazu an, mitzusingen und mitzuklatschen. Und davon machten die Kemmerner und ihre Gäste an diesem Sonntag schon bei der Eröffnung, alle Gruppen gaben ein Stück zum Besten, regen Gebrauch ...
Johannes Michel

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