Seßlach
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"Volksfestartige Zustände" aus Freude über das Fahrzeug

Ein 600 000 Euro teures Gerät, das Drehleiterfahrzeug, wurde offiziell an die Stadt, sprich Feuerwehr, übergeben. Auf dem Platz vor dem Feuerwehrhaus liefen, wie Bürgermeister Martin Mittag (CSU) eing...
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Die Übergabe des Drehleiterfahrzeuges rief zahlreiche Ehrengäste nach Seßlach.  Foto: Doris Weidner
Die Übergabe des Drehleiterfahrzeuges rief zahlreiche Ehrengäste nach Seßlach. Foto: Doris Weidner
Ein 600 000 Euro teures Gerät, das Drehleiterfahrzeug, wurde offiziell an die Stadt, sprich Feuerwehr, übergeben. Auf dem Platz vor dem Feuerwehrhaus liefen, wie Bürgermeister Martin Mittag (CSU) eingangs sagte, "volksfestartige Zustände" deswegen ab. "Es ist ein Tag, um Danke zu sagen", meinte das Stadtoberhaupt, da der Freistaat Bayern 259 000 Euro der Anschaffungskosten übernahm und den vollen Rest der Landkreis. Und Mittag fügte hinzu: "Ohne Feuerwehrler im Ehrenamt würden die schönsten und besten Autos nichts nützen." Am Rande erwähnte Mittag, dass er gerade aus Würzburg komme, wo der Stadt die Auszeichnung Genussort ausgehändigt worden sei.
Das Drehleiterfahrzeug vom Typ DLK 23/12 hat eine Motorleistung von 299 PS, ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 000 Kilogramm und nimmt bis zu zwei Mann Besatzung auf. Der Rettungskorb kann vier Personen aufnehmen und die Rettungshöhe beträgt bis zu 23 Meter. Die feuerwehrtechnische Ausstattung ermöglicht neben der Menschenrettung auch eine Brandbekämpfung. Unter anderem ist das Fahrzeug auch ausgestattet mit einer Wärmebildkamera, einem Wasser- und Schaumwerfer sowie einer Krankentrage, die bis 200 Kilogramm belastbar ist.
Oberfrankens Regierungsvizepräsident Thomas Engel lobte die interkommunale Zusammenarbeit bei der Beschaffung, denn im Landkreis Coburg hätten auch für Bad Rodach und Rödental derartige Geräte beschafft werden können. Der Brandschutz im südlichen Landkreis habe sich entscheidend verbessert, sagte Engel. Landrat Michael Busch (SPD) ist der Meinung, dass eine Berufsfeuerwehr keinesfalls die Freiwilligkeit abdecken kann. Der Landkreis besitze Vorbildfunktion im Bereich Jugendarbeit in den Feuerwehren. Kreisbrandrat Manfred Lorenz bezeichnete die Entscheidung im Kreistag zur vollen Finanzierung der drei Fahrzeuge als lobenswert. Auch wenn Umbaumaßnahmen am Feuerwehrhaus, die zulasten der Stadt gingen, erforderlich gewesen seien und Maschinistenausbildungen anstünden, sei die Übergabe ein schöner Tag für Seßlach. Die beiden Geistlichen Norbert Lang und Andreas Neeb nahmen die kirchliche Segnung vor. Schließlich blieb Frank Böhm von der Feuerwehr zum Schluss ein Dankeschön an die Verantwortlichen übrig. Lothar Weidner
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