Förtschwind
Adventssingen

Vitus Kramer will die Besinnlichkeit retten

Bestens besucht war der fränkische Advent mit Vitas Kramer am Sonntagnachmittag im Feuerwehrhaus in Förtschwind. Der bekannte Verfechter des fränkischen Liedguts mit seinem beliebten Wirtshaussingen h...
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Vitus Kramer (r.) hat 18 fränkische Adventslieder zusammengestellt. Foto: Johanna Blum
Vitus Kramer (r.) hat 18 fränkische Adventslieder zusammengestellt. Foto: Johanna Blum

Bestens besucht war der fränkische Advent mit Vitas Kramer am Sonntagnachmittag im Feuerwehrhaus in Förtschwind. Der bekannte Verfechter des fränkischen Liedguts mit seinem beliebten Wirtshaussingen hat ein Liederbuch mit 18 fränkischen Adventsliedern von der Weihnachtsgeschichte bis zur Geburt Jesu, natürlich auf fränkisch, zusammengestellt. 50 Teilnehmer saßen im Feuerwehrhaus und sangen begeistert mit.

"Da ich von vielen meiner Singabendteilnehmern angesprochen worden bin, einmal solch eine Veranstaltung abzuhalten und ich ja selber ein Kämpfer für den Erhalt der besinnlichen Adventszeit bin, freute ich mich schon lange auf meine beiden bereits seit Oktober restlos ausgebuchten Adventsnachmittage", verriet Vitus Kramer stolz.

Er erzählt in seinem fränkischen Advent die Handlung des Angelus (Der Engel des Herrn) in Liedern wie zum Beispiel "Maria ging übers Gebirge", "Durch Bethlehems Stadt" (Herbergssuche) bis zur Geburt "Lieber Gott, lass uns Zeit" und "Ganz still ist es Land umadum" - bekannte und unbekannte Lieder, die er am Akkordeon einstimmt und begleitet.

Die Sänger waren mit Begeisterung dabei und einige Teilnehmer lasen nach jedem Lied die passende Geschichte in Mundart vor. "Wir sind hier, weil wir immer bei Vitus dabei sind. Außerdem ist das was Neues und es ist schon toll, gemeinsam so schöne Adventslieder zu singen", meinten Annemarie und Hans Häfner begeistert. Hermann und Hannelore Proksch sind aus dem gleichen Grund unter den vielen Sängern.

Vitus Kramer ließ es sich aber zu Beginn nicht nehmen, als ernsthafter Kritiker der heutigen Weihnachtskultur einige Sätze zu verlieren. Immer früher würden die Adventsmärkte öffnen und ganz oft gehe es nur noch ums Geschäft, denn "Time is money". Diesen kapitalistischen Grundsatz habe auch das Christkind längst verinnerlicht. Die Advents- und Weihnachtslieder würden gerne für Werbezwecke umgetextet. Er sprach vom Ausverkauf von Weihnachten, denn bei all dem Trubel vergesse man die Geburt Jesu.

"Ich bin überwältigt von den vielen positiven Rückmeldungen", freute sich Vitus Kramer am Schluss des zweistündigen besinnlichen, musikalischen Adventsnachmittags. Der zweite Termin am dritten Advent im Gasthaus Fischer in Greuth ist schon lange ausverkauft. Für das Adventssingen im nächsten Jahr rät Vitus Kramer dazu, sich möglichst bald anzumelden.

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