Kronach

Vitaminbombe aus dem Mixer

Spinat ist unser Gemüse des Monats im April. Als Frühjahrsbote ist er nicht nur Hobbygärtnern wohlgesonnen - auch in der Küche machen die grünen Blättchen Freude und müssen dafür nicht einmal gekocht werden.
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So schmeckt Spinat auch zum Frühstück: Als Zutat in einem grünen Smoothie.  Fotos: Anna-Lena Deuerling
So schmeckt Spinat auch zum Frühstück: Als Zutat in einem grünen Smoothie. Fotos: Anna-Lena Deuerling
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Anna-Lena deuerling

Klassisch mit Bratkartoffeln und Spiegelei, als schlichte Beilage zu Fisch oder in sämiger Form mit dem berühmten "Blubb" - unser Monatsgemüse ist sicher kein Exot in Kronacher Küchen.
Statt Spinat in der gekochten Variante zu präsentieren, zeigt Stefanie Gehring, Juniorchefin von "Katja's Café", dass sich die kräftig grünen Blättchen auch ganz anders verarbeiten lassen: In roher Form in einem frischen Frühstücks-Smoothie.


Kreatives aus dem Mixer

Ausgesucht hat sich Gehring eine Variante mit zartem Babyspinat und jeder Menge frischem Obst. "Ich musste heute Morgen erst mal suchen, bis ich beim Einkaufen frischen Babyspinat gefunden habe", erzählt Gehring. Außerdem hat sie schon eine Mango, Kiwis, Orangen und ein kleines Stück Ingwer für den besonderen Geschmack bereitgelegt. Die Orangen werden entsaftet, Kiwi, Mango und Ingwer geschält. Gemeinsam mit dem Spinat landet alles im Standmixer - einige Sekunden später ist der Drink schon fertig. Auch wenn die giftgrüne Farbe des Shakes im ersten Moment abschrecken mag, schmeckt er fruchtig und sehr süß - der richtigen Menge an Obst sei Dank.
Dafür muss man sich nur an die Faustregel halten, die ein Verhältnis von 40 Prozent Blattgemüse zu 60 Prozent Früchten vorgibt. Ernährungsexperten versprechen hier einen ausgewogenen Geschmack und eine angenehme Konsistenz.


Richtige Mischung

Sowohl beim Mischverhältnis als auch bei den Zutaten könne man aber einfach kreativ sein und ausprobieren, was einem am Besten schmeckt, so Gehring. Statt Spinat könne man ebenso Grünkohl verwenden, statt der Mango eine Banane. "Wer es noch cremiger möchte, verfeinert den Smoothie mit Mandelmilch", schlägt sie vor. Auch Avocado macht sich gut in Kombination. "Zu Spinat passt super viel", findet Gehring. "Bei Smoothies kann man eigentlich super kreativ sein und verwenden, was man gerade da hat."
Obst-Smoothies, Shakes und frisch gepresste Säfte stehen im Sommer auch auf der Karte von "Katja's Café". Grüne Smoothies mit Spinat, Kräutern oder Salat findet man da eher selten - umso experimentierfreudiger und kreativer ist die junge Mutter dafür in der eigenen Küche. Da stehen momentan neben Smoothies und Smoothie-Bowls (etwas dickflüssigere Smoothies zum Löffeln) oft trendige "Quinoa Bowls" auf dem Speiseplan.
Quinoa ist ein sogenanntes Pseudogetreide und ist vor allem in der vegetarischen Küche eine beliebte Eiweißquelle. Die kleinen Körnchen werden ähnlich wie Reis gekocht und bilden die Grundlage für die sogenannte "Bowl" (deutsch: Schüssel). Neben frischem Lachs, Brokkoli und Avocado gehört in Gehrings jüngste Kreation frischer Blattspinat - alles in allem eine richtige Vitaminbombe. Vor allem dank des Spinats.


Gesundes Grün

Zwar enthält Spinat weniger Eisen, als oft angenommen - ist aber trotzdem außerordentlich gesund. Man sagt den Blättern einen hohen Gehalt an Mineralien wie Calcium und Kalium nach. Auf der Nährwerttabelle findet man außerdem einen hohen Anteil an Vitamin C und verschiedene B-Vitamine, wie beispielsweise Folsäure, sowie das Provitamin A und Vitamin K
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