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Kemmern

Vier Neue willkommen geheißen

Der neue Kemmerner Gemeinderat trifft sich erstmals. Der Posten des Jugendbeauftragten bleibt vorerst unbesetzt.
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Vereidigung der neuen Gemeinderatsmitglieder (von links): Julia Schatkowski-Amtmann (ZfK), Tobias Wagner (CSU), Bürgermeister Rüdiger Gerst, Jochen Gottwald (ZfK) und Helmut Wild (ZfK) Foto: Sophia Benoit
Vereidigung der neuen Gemeinderatsmitglieder (von links): Julia Schatkowski-Amtmann (ZfK), Tobias Wagner (CSU), Bürgermeister Rüdiger Gerst, Jochen Gottwald (ZfK) und Helmut Wild (ZfK) Foto: Sophia Benoit
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Der Gemeinderat Kemmern tagte jetzt erstmals in seiner neuen Konstellation. Neben der Vereidigung der neuen Mitglieder stand die Wahl und die Vereidigung des stellvertretenden Bürgermeisters in dieser konstituierenden Sitzung auf der Tagesordnung.

"Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen", so Erster Bürgermeister Rüdiger Gerst (CSU) zu der außergewöhnlichen Sitzung in der Schulturnhalle in Kemmern. Dabei bedankte er sich bei allen Beteiligten, die trotz der aktuellen Corona-Lage für einen reibungslosen Ablauf der Kommunalwahl gesorgt haben. Der Dank galt auch allen Kandidaten, die sich für die Wahl zur Verfügung gestellt haben, denn "Demokratie lebt von der Bürgerbeteiligung". Die Möglichkeit der Bürger, unter zahlreichen Kandidaten eine Auswahl zu treffen, war in Kemmern beispielhaft gegeben, so Gerst.

Zu Beginn der Sitzung wurden die vier neugewählten Gemeinderatsmitglieder Tobias Wagner (CSU), Jochen Gottwald (ZfK), Julia Schatkowski-Amtmann (ZfK) und Helmut Wild (ZfK) vereidigt und von Gerst im Gemeinderat willkommen geheißen. Danach folgte die Wahl des Zweiten Bürgermeisters. Der von Günter Schwank (UBB) vorgeschlagene Volker Pflaum konnte sich mit zehn zu fünf Stimmen gegen den von Helmut Wild (ZfK) aufgestellten Jochen Gottwald (ZfK) durchsetzen. Zudem gibt es einen weiteren Vertreter des Bürgermeisters, vom Gemeinderat bestimmt wurde Silvia Jung (CSU). Jung wurde außerdem zur Seniorenbeauftragten ernannt und nahm das Mandat an.

Entscheidung steht noch aus

Auch das Amt des Jugendbeauftragten gilt es neu zu besetzen. Die dafür vorgeschlagene Julia Schatkowski-Amtmann (ZfK) lehnte dies aber sowohl aus persönlichen als auch aus pädagogischen Gründen ab. Gerade in der heutigen Zeit sei es erforderlich, in der Kinder- und Jugendarbeit mit ausgebildeten Pädagogen und Erziehern zusammenzuarbeiten, die Erfahrungen und fundierte Arbeitsweisen vorweisen können, so Schatkowski-Amtmann.

Eine endgültige Entscheidung über die Besetzung des Amtes steht in der kommenden Gemeinderatssitzung somit noch aus.

Der Gemeinderat hat sich auch in der neuen Wahlperiode mit bereits laufenden Projekten zu beschäftigen, so Gerst. Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes sind bereits Maßnahmen wie Finanzierung und Planung hergestellt worden, die in Zukunft weiterverfolgt werden. Auch die Ortskernsanierung wird mit den Bauabschnitten 5c und 7 (Am Bächlein) weitergehen. Weiter aufgeführt wurden das Mehrgenerationenprojekt mit dem Neubau einer Kindertagesstätte und eines Seniorenhauses sowie die Generalsanierung der bestehenden Kindertagesstätte. Nicht außer acht zu lassen ist das Großprojekt Grundschule. Hier sollen die Schulsportanlage und der Außenbereich neu gestaltet, die Schule an das Breitband angeschlossen, das Projekt "digitales Klassenzimmer" umgesetzt und die Schulturnhalle energetisch saniert werden.

Viele Projekte stehen an

Der Abwasseranschluss der Kläranlage Kemmern soll künftig an das Klärwerk Bamberg angekoppelt werden. Auf der Agenda stehen des Weiteren die Erschließung des Gewerbegebietes Langäcker und des Wohnbaugebietes Bettelweg. Verfolgt werden sollen schlussendlich auch weitere Lärmschutzmaßnahmen und die Breitbandsituation sowie der sanfte Tourismus als Wirtschaftszweig in Form von Rad- und Wanderwegen sowie der Pflege der historischen Kulturlandschaft.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Erlass einer Geschäftsordnung für die neue Legislaturperiode, die im Gremium rege diskutiert wurde. Insbesondere ging es dabei um die Frage der Zulassung elektronischer Medien zum Einholen von Informationen während der Sitzung (dies wurde bereits im Jahr 2016 heiß diskutiert), der Option, Zuhörern das Wort zu erteilen oder die schriftliche Zustellung von Niederschriften der nichtöffentlichen Sitzung an die Gemeinderäte. Diese Anträge wurden aber abgelehnt.

Lob für Hilfsbereitschaft

Außerdem ging der Bürgermeister auf die aktuelle Corona-Situation ein. Sowohl in öffentlichen als auch privaten Bereichen seien tiefe Einschnitte zu verzeichnen und die allgemeine Hilfsbereitschaft in der Gemeinde sei positiv hervorzuheben.

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