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Münnerstadt

Vier Kandidaten für ein Amt

Michael Kastl (CSU/Neue Wege), Andreas Trägner (Freie Wähler), Axel Knauff (SPD) und Sonja Johannes (Die PARTEI) stellen sich bei einer Podiumsdiskussion der Saale-Zeitung und der Main-Post den Fragen der Wähler.
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Eins steht schon fest: der 30. April wird der letzte Arbeitstag für Helmut Blank sein. Er tritt zur Kommunalwahl nicht mehr an. Wer ab 1. Mai Bürgermeister oder Bürgermeisterin sein wird, bestimmen die Münnerstädter am 15. März. Eine Entscheidungshilfe soll dabei die gemeinsame Podiumsdiskussion der Saale-Zeitung und der Main-Post bieten, die am Donnerstag, 5. März, in der Mehrzweckhalle stattfindet und von der Stadt Münnerstadt unterstützt wird. Beginn ist um 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr.

Vor sechs Jahren, am 16. März 2014, entschieden sich rund 60 Prozent der Wähler für den amtierenden Bürgermeister Helmut Blank (CSU), rund 40 Prozent hätten lieber Paul Merklein im Amt gesehen, den Forum aktiv, Freie Wähler und die SPD gemeinsam aufgestellt hatten. Obwohl die hohe Anzahl der Briefwähler keine eindeutige Zuordnung möglich macht, wurde eins klar: in Münnerstadt selbst gewann mit Ausnahme des Karlsbergs Paul Merklein alle Stimmbezirke, in den Stadtteilen hatte Helmut Blank immer die Nase vorn.

Schon einmal vier Kandidaten

Damals mussten sich die Münnerstädter zwischen zwei Kandidaten entscheiden, diesmal bewerben sich vier Münnerstädter für das Bürgermeisteramt. Das hatte es zuletzt 2002 gegeben, als gegen den damals amtierenden Bürgermeister Eugen Albert (Freie Wähler) Norbert Reiter (CSU), Hartmut Hessel (SPD) und Gerald Vielwerth (Forum aktiv) antraten. Eugen Albert setzte sich damals in der Stichwahl gegen Norbert Reiter durch, 2008 aber kam Albert nicht mehr in die Stichwahl, am Ende gewann Helmut Blank (CSU) gegen Christine Seger (Forum aktiv).

Nach zwölf Jahren tritt Helmut Blank nun nicht mehr an. Ins Rennen gehen (nach der Reihenfolge auf dem Stimmzettel): Michael Kastl (CSU), der auch von Neue Wege nominiert wurde, Andreas Trägner (Freie Wähler), Axel Knauff (SPD) und Sonja Johannes (Die PARTEI).

Die Kandidaten sind bereits in den Tageszeitungen porträtiert worden, haben sich und ihre Ziele auch selbst bei zahlreichen Veranstaltungen in der Stadt und den Stadtteilen vorgestellt. Am 5. März bekommen die Münnerstädter nun die Gelegenheit, alle vier Kandidaten gleichzeitig zu erleben. Die Zuschauer können so durch die Antworten der Kandidaten Unterschiede in Haltung und Positionierung zu vielerlei Themen ausmachen.

Durch die recht angespannte politische Lage in "Mürscht" wurde im Vorfeld oft der Wunsch nach einer Podiumsdiskussion laut. Auf Wohlwollen stieß die Idee der Podiumsdiskussion beim Stadtrat. Das Gremium beschloss einen 100-prozentigen Zuschuss zur Hallennutzungsgebühr.

Bei der Podiumsdiskussion bekommen die Kandidaten Gelegenheit, ihre Standpunkte zu aktuellen Themen darzulegen. Und die Wähler sollen natürlich die Gelegenheit bekommen, die Fragen zu stellen, die ihnen auf den Nägeln brennen.

Stellen Sie Fragen!

Diese sollten sachbezogen sein, können an alle vier, oder auch an einzelne Kandidaten gestellt werden. Um zu verhindern, dass die Bewerber durch persönliche, verletzende Fragen diskreditiert werden, müssen diese zuvor eingereicht und mit Absender versehen werden (siehe Kasten rechts).

Die Veranstalter behalten sich vor, die Echtheit der Absender stichprobenartig zu überprüfen. Die Namen der Fragesteller werden bei der Podiumsdiskussion mit verlesen. Die Moderatoren wählen die Fragen aus. Ein Anspruch darauf, dass eine eingesendete Frage auch tatsächlich gestellt wird, besteht schon allein aus Zeitgründen nicht.

Vorgesehen ist ein Zeitrahmen von anderthalb bis zwei Stunden, es wird eine Pause geben. In dieser besteht die Möglichkeit, Nachfragen, die sich aus dem ersten Teil ergeben haben, schriftlich zu stellen. Papier und Kugelschreiber werden ausliegen. Auch wenn davon auszugehen ist, dass die Podiumsdiskussion keine trockene Veranstaltung wird, hat sich der TSV Münnerstadt dankenswerterweise bereit erklärt, die Besucher mit Getränken zu versorgen. Zusätzlich werden kleine Snacks angeboten.

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