Coburg

Vielseitige junge Talente

Viel Abwechslung mit mehreren Chören und Ensembles bot die Serenade des Gymnasiums Albertinum im Kongresshaus. Die durchweg eindrucksvollen Leistungen wurden mit viel Beifall bedacht.
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Gerhard Deutschmann Was eignet sich im Victoria- und Albert-Jahr gerade in Coburg besser zur Eröffnung eines Konzerts als der Marsch Nr. 1 aus "Pomp and circumstance" von Edward Elgar?

Mit diesem Reißer eröffnete das mit Streichern, Holzbläsern und Pauken stark besetzte Orchester unter der Leitung von Martin Bram sauber und präzise die diesjährige Serenade des Gymnasiums Albertinum im voll besetzten Kongresshaus.

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Stefan Adler spielte der Achtklässler Jonas Trumpp mit sicherer Finger- und Bogentechnik den 1. Satz (Allegro) aus dem Violinkonzert a-Moll von Antonio Vivaldi, wobei ihn das Collegium Albertinum, ein kleines Streichorchester, wiederum von Martin Bram geleitet, sicher begleitete.

Kammerchor feiert Premiere

Nicht weniger als vier Chöre bestritten den vokalen Teil der abwechslungsreichen Vortragsfolge, stets auswendig, intonationsrein und homogen singend. Der Chor der Mittelstufe unter Wolfgang Lischke begann mit dem locker gesungenen Madrigal "Now is the month of Maying" von Thomas Morley und dem swingenden "Dream a little cream" von Gus Kahn mit Marius Ebert am Klavier und Felix Brune am Schlagzeug.

Sting und Lionel Richie

Eine Premiere gab es für den von Wolfgang Lischke neu gegründeten Kammerchor mit etwa 20 Sängerinnen und Sängern, die sehr kultiviert das Madrigal "Come again" von John Dowland a cappella vortrugen und dann mit Klavier (Marius Ebert) und Schlagzeug mitreißend "Encontros do Brasil" von Jean Kleeb und "Right here" von Richard Marx darboten.

Als kleines Intermezzo zwischen den folgenden Chören gab es ein klangvolles, rhythmisch exakt spielendes zehnköpfiges Gitarrenensemble, das Matthias Rother leitete, von dem auch die schülergerechten Arrangements zu "Hello" von Lionel Richie und "Every breath you take" von Sting stammten. Danach bestach die eindrucksvolle Klangkultur der 16 Mädchen des Vokalensembles (Q11), das mit Handgebärden und Julia Rogge am Klavier "Can you hear me?" von Bob Chilcott unter Leitung von Claudia Habram interpretierte. Diese leitete auch den sehr stark besetzten Chor der Oberstufe, der mit Marcel Ruppel am Klavier makellos "Je vole" aus einem französischen Film und das schlagwerkunterstützte rassige "Afrika" darbot.

Sinfonisches Blasorchester

Den krönenden Abschluss der Albertinum-Serenade, die wieder einmal den hohen Leistungsstand der Schule repräsentierte, gestaltete das mit Holz- und Blechblasinstrumenten üppig besetzte Sinfonische Blasorchester unter Marco Plitzner.

In kräftigem, gesundem Sound erklang die bewegte, im Mittelteil ruhige kanadische Impression "Silver Creek Valley" von Kees Vlak und als Rausschmeißer "Die lustigen Dorfschmiede" von Julius Fucik mit zwei "echten" Schmieden und einem Amboss. Nach anhaltendem Beifall gab es noch einen fröhlichen Marsch als Zugabe.

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