Heiligenstadt
Interview

Vielfältige Arbeit für Ebermannstadter Jugendpflegerin Katharina Lipfert

Seit 1. Dezember hat Ebermannstadt eine neue Jugendpflegerin. Die 1982 in Forchheim geborene Sportwissenschaftlerin und Erlebnispädagogin Katharina Lipfert hat die Nachfolge von Heike Hümpfner angetre...
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Katharina Lipfert
Katharina Lipfert
Seit 1. Dezember hat Ebermannstadt eine neue Jugendpflegerin. Die 1982 in Forchheim geborene Sportwissenschaftlerin und Erlebnispädagogin Katharina Lipfert hat die Nachfolge von Heike Hümpfner angetreten. Ihre Eindrücke und Erfahrungen nach den ersten Monaten Arbeit schildert sie im Interview.

Frau Lipfert, wie kamen Sie auf die Idee, Jugendpflegerin zu werden?
Katharina Lipfert: Nachdem ich mich im Rahmen meiner Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Würzburg bereits mehrere Jahre mit dem Thema der außerschulischen Bildungsarbeit beschäftigt hatte, faszinierte mich die Möglichkeit, genau diesen wichtigen Bereich in meiner Heimat mitzugestalten.

Welche Ausbildung, welche Motivation sind für diese Arbeit wichtig?
Ein pädagogischer Background, aber auch planerisches und strategisches Geschick und vor allem großes Interesse an der Arbeit mit und für Jugendliche ist aus meiner Sicht unabdingbar. Die richtige Motivation ist wohl die Freude an einer Tätigkeit, die einen gewissen Idealismus, Improvisationsvermögen, Begeisterungsfähigkeit, aber auch große zeitliche Flexibilität und einen gesunden Humor fordert.

Ist der Umgang mit Jugendlichen eigentlich schwieriger als mit Kindern, Erwachsenen oder Senioren?
Nein, keinesfalls. Jede dieser Altersgruppen hat unterschiedliche Bedürfnisse und Lebensthemen, die es zu erkennen und aufzugreifen gilt. Jugendliche befinden sich auf dem Weg in ihre persönliche ,Freiheit', die vor allem Selbstverantwortung, aber eben auch Mitverantwortung bedeutet. Genau dabei gilt es die jungen Menschen zu unterstützen und ihnen auf dem Weg hilfreich beiseite zu stehen.

Wozu braucht eine Kommune eigentlich einen Jugendpfleger?
Die Arbeit eines Jugendpflegers ist sehr vielfältig und schwerpunktmäßig im Bereich der mittelbaren Jugendarbeit angesiedelt. Denn neben der planenden, initiierenden, koordinierenden und unterstützenden Tätigkeit im Gesamtfeld der Kinder- und Jugendarbeit, die von der Analyse der Situation von Jugendlichen vor Ort und der darauf aufbauenden Planung über Organisation und Verwaltung bis zur Beratung und Förderung von Mitwirkenden reicht, gehört natürlich auch die Durchführung eigener Maßnahmen und Angebote zum Aufgabenbereich eines Jugendpflegers.

Und was machen oder planen Sie aktuell ganz speziell für die jungen Menschen hier?
Neben dem Freizeitprogramm für die Sommerferien steht aktuell die Gründung eines Jugendzentrums in Ebermannstadt im Gebäude des früheren Zieglerischen Kindergartens an erster Stelle. Dieses wird für alle Jugendlichen offen sein und soll Raum bieten für die gemeinsame Freizeitgestaltung im Sinne einer informellen Bildung, aber ebenso werden dort geleitete Aktionen und Veranstaltungen stattfinden.

Noch eine persönliche Frage zum Schluss: Bleibt man durch den Umgang mit Jugendlichen selber jung und flexibler oder einfach ein wenig frecher?
Ja, das bleibt man - oder aber man ist es.

Das Gespräch führte Carmen Schwind.


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