Herzogenaurach
Herzogenauach.inFranken.de  Der Heimatverein lädt jährlich zu Radtouren ein. Heuer ging es nach Möhrendorf.

Viele Radfahrer trotz Rekordtemperatur

Seit Jahren lädt der Heimatverein unter dem Motto "Lerne Deine Heimat kennen" zu Radtouren ein. Ziel ist jeweils eine alte Kirche oder eine Sehenswürdigkeit im Landkreis Erlangen-Höchstadt oder in den...
Artikel drucken Artikel einbetten
29 Teilnehmer machten sich auf zum Ziel der Radtour in diesem Jahr: die historisch wertvolle Martinskirche in Möhrendorf.  Foto: Klaus-Peter Gäbelein
29 Teilnehmer machten sich auf zum Ziel der Radtour in diesem Jahr: die historisch wertvolle Martinskirche in Möhrendorf. Foto: Klaus-Peter Gäbelein

Seit Jahren lädt der Heimatverein unter dem Motto "Lerne Deine Heimat kennen" zu Radtouren ein. Ziel ist jeweils eine alte Kirche oder eine Sehenswürdigkeit im Landkreis Erlangen-Höchstadt oder in den Nachbarlandkreisen Forchheim, Fürth oder Nürnberg.

Nach Veitsbronn, Bruck oder Frauenaurach war in diesem Jahr die alte Martinskirche in Möhrendorf das Ziel der Heimatfreunde. Die Verantwortlichen freuten sich über eine rege Teilnahme. Trotz des warmen Wetters nahmen an der rund 30 Kilometer langen Tour 29 Radfahrer teil. Dabei legte man auch in diesem Jahr Wert darauf, ausschließlich Radwege zu nutzen. Die Strecke führte über den Aurachgrund zum Kanal und nach der Besichtigung über den Dechsendorfer Forst nach Kosbach zum Fischereihof-Fest.

Das Schöpfrad im Wappen

Das eigentliche Ziel aber war diesmal die historisch wertvolle ursprüngliche St. Martinskirche in Möhrendorf. Der Chorturm des Gotteshauses mit wertvollen Fresken aus dem hohen Mittelalter wurde im Laufe der Jahrhunderte erweitert und im Zuge der Reformation mit einer Doppelempore versehen.

1062 wurde Möhrendorf erstmals urkundlich erwähnt. Wahrscheinlich geht der Ortsname auf den altdeutschen Namen "Mardo" (der Listige, Kühne, Verwegene) zurück.

Im Wappen trägt die Gemeinde ein Wasserschöpfrad. Noch heute versehen diese hölzernen Kolosse teilweise ihren Dienst und bewässern die Wiesen im Regnitzgrund. Rund 180 von ihnen soll es noch im 19. Jahrhundert zwischen Erlangen und Forchheim gegeben haben. Ein Abstecher zu den am Ortseingang von Möhrendorf laufenden Rädern war somit ein absolutes Muss bei dieser Tour des Heimatvereins. Klaus-Peter Gäbelein

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren