Laden...
Litzendorf

Viele gute Nachrichten in Litzendorf

Von der neuen Homepage über erfreuliche Tourismuszahlen bis zur Leerstandsbeseitigung: Die "lebendige" Gemeinde ist auf dem Weg.
Artikel drucken Artikel einbetten

Werner Höchstetter Mit einer neuen Homepage wartet die Gemeinde Litzendorf seit neuestem auf. Die Seite, von der Firma Hirsch & Wölfl erstellt, sei nun "einfacher zu bedienen und bürgerfreundlicher". Erster Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) bemerkte dazu, dass die Homepage in der herkömmlichen Form mit einem "langweiligen" Grußwort des Bürgermeisters keinen mehr interessiere. Stattdessen sei die Seite mit einem überschaubaren Beitrag auf der Höhe der Zeit. Natürlich müsse sie "gepflegt werden".

Übernachtungen: sattes Plus

Auch der Fremdenverkehr ist auf einem guten Weg, wie die Tourismusmanagerin der "Fränkischen Toskana", Bianca Müller, in ihrem Rechenschaftsbericht erläuterte. Genaue Zahlen für Litzendorf zu ermitteln, sei schwierig, jedoch dürfen sich vor allem die Memmelsdorfer Beherbergungsbetriebe über ein sattes Plus von 24 Prozent freuen. Bemängelt wurde, dass es für die zunehmende Anzahl der Wandergruppen auf dem 13-Brauereien-Weg unter der Woche kaum eine Möglichkeit gebe, vor 15 Uhr einzukehren. Hintergrund sind bürokratische Hemmnisse des Gesetzgebers. Bianca Müller möge doch für eine Verbesserung der aktuellen Brotzeitproblematik bei der Gastronomie "ihren Charme spielen lassen" .

Leuchtturmfunktion

Positiv fiel auch der Tätigkeitsbericht von Projektmanagerin Edith Obrusnik, die die Innenentwicklung der Gemeinde trotz geringem Zeitbudget mit zahlreichen Projekten voranbringt, aus. Es gehen "kaum Fördertöpfe an der Gemeinde vorbei", so der einhellige Tenor. So kümmert sich der Verein "Lebendiges Litzendorf" unter anderem um die Revitalisierung der ehemaligen Brauerei Winkler ebenso wie um die Leerstandsbeseitigung und das Akquirieren von Fördermitteln. Dabei sei natürlich gute Öffentlichkeitsarbeit wichtig. Manchmal müsse man "einen Luftballon steigen lassen", vor allem wenn es darum geht, Geldquellen zu erschließen.

Mittlerweile haben die Entwicklungsprojekte Litzendorfs für andere Gemeinden eine Art Leuchtturmfunktion, wovon auch die Verleihung des staatlichen Gütesiegels "Flächenbewusste Gemeinde" zeugt. Diese Auszeichnung wurde Litzendorf als einer von vier Kommunen Bayerns zuteil.

Erster Bürgermeister Wolfgang Möhrlein ließ im Anschluss das Jahr 2019 noch einmal Revue passieren und stellte einige Planungsschwerpunkte für 2020 vor. Dazu gehört der Wohnungsbau, wo es mit den Baugebieten "Aufsessianische Wiesen und Tanzwiesen West" vorangeht. Diverse infrastrukturelle Projekte wie Tiefbrunnen- und Kanalsanierungen oder die Verbindungsstraße nach Schammelsdorf seien in Angriff genommen worden. Ein Höhepunkt stellte die Einweihung der Pumptrack-Anlage dar. Und beim ÖPNV sei mit einem Halbstundentakt für die Hauptorte der Durchbruch gelungen.

Wie umgehen mit der AfD? Das war die Gretchenfrage in der abschließenden Rubrik "Bekanntgaben und Anfragen". Soll man gemeindeeigene Räumlichkeiten generell für Parteiveranstaltungen sperren, nur weil die AfD Begehrlichkeiten anmeldet? "Das ist doch nur, was die AfD erreichen will, nämlich sich zurückdrängen zu lassen", so Gemeinderatsmitglied Wolfgang Heyder (SPD). Ins gleiche Horn blies Georg Lunz (Grüne): "Wir sollen uns beschränken, weil die AFD es will". Auch Politikurgesteine wie Theo Waigel und Franz Müntefering wären infrage gekommen, in der Bücherei eine Lesung zu veranstalten. So müsste man es ihnen verwehren. Als Konsequenz wurden bestimmte gemeindeeigene Räumlichkeiten generell für politische Aktivitäten gesperrt.

Versöhnlicher Rückblick

Versöhnlich ging es beim Rückblick der Fraktionsvorsitzenden zu. Es wurden "einige Großprojekte" in Angriff genommen, betonte Gemeinderat Herbert Schütz (CSU), der vor allem das kollegiale Miteinander herausstellte. "Das ist bei weitem nicht überall so", assistierte Wolfgang Heyder. Er lobte auch die "kreative Art und Weise, Geld zu beschaffen" in der Litzendorfer "Groko". Schließlich sei Litzendorf mit einer Steuerkraft von 700 Euro im oberfränkischen Vergleich (Durchschnitt 900 Euro) nicht gerade ein Krösus.

Georg Lunz verwies auf den Klimawandel und das zugehörige Energiemanagement als Herausforderung für die Zukunft.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren