Himmelkron

Viele Anträge und Auftragsvergaben

20 Tagesordnungspunkte hatte Bürgermeister Gerhard Schneider mit seinen Gemeinderäten am Dienstagabend abzuarbeiten, bevor er nach gut zwei Stunden zum traditionellen Abschlussessen einlud.
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Die Streitmühle wird an die öffentliche Wasserversorgung der Gemeinde Himmelkron in Kürze angeschlossen. In der Schlusssitzung vergab der Gemeinderat die Arbeiten für die örtliche Bauüberwachung an das Büro für Bauwesen, Dipl.-Ing. Michael Meißner, Weißdorf. Foto: Werner Reißaus
Die Streitmühle wird an die öffentliche Wasserversorgung der Gemeinde Himmelkron in Kürze angeschlossen. In der Schlusssitzung vergab der Gemeinderat die Arbeiten für die örtliche Bauüberwachung an das Büro für Bauwesen, Dipl.-Ing. Michael Meißner, Weißdorf. Foto: Werner Reißaus

Gravierende Entscheidungen standen nicht auf der Tagesordnung, stattdessen ging es um Bauanträge, Beschaffungen, Auftragsvergaben, Zuschussanträge und den Jahresbericht des Partnerschaftsbeauftragten Erwin Tischer, der von einer sehr lebendigen Partnerschaft sprach ("Die Partnerschaft lebt weiter, und es gab wieder zahlreiche Begegnungen auf vielen Ebenen").

Durchgewunken wurden die beiden Bauanträge "Errichtung eines Gebrauchtwagenverkaufsplatzes" an der Bahnhofstraße 32 in Lanzendorf und "Errichtung von zwei Dachgauben auf einer bestehenden Doppelgarage einschließlich deren Ausbau und Anbau eines Wintergartens" im Baugebiet "Ziegelhütte". Eingestellt wurde das beschleunigte Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes "Klosteracker" zur Errichtung von zwei Mehrfamilienwohnhäusern an der Bernecker Straße. Bürgermeister Gerhard Schneider bedauerte die Entwicklung: "Das Bauvorhaben wird nicht weiter verfolgt, weil es auf eine geringe Nachfrage stieß."

Das Technische Büro Michael Meißner, Weißdorf, wurde mit der Überwachung des Neubaues der Anschlussleitung "Wasserversorgung Streitmühle" beauftragt. Das Honorar beläuft sich auf 2441 Euro. Das gleiche Büro wird auch mit der Bauüberwachung der Bestandsvermessung für die gemeindliche Wasserversorgungsanlage beauftragt. Hier beträgt das Honorar knapp 20 000 Euro.

Nicht ganz widerspruchslos wurde der Zweckvereinbarung mit dem Landkreis über die interkommunale Zusammenarbeit beim Datenschutz und der Informationssicherheit zugestimmt. Bürgermeister Gerhard Schneider sprach zwar von einer sachgerechten Lösung, doch zweiter Bürgermeister Harald Peetz (CSU) stellte dazu kritisch fest: "Da hat sich der Gesetzgeber ein schönes Ei gelegt." Die Gemeinde Himmelkron muss hier jährlich mit anteiligen Kosten von 14 332 Euro rechnen.

Thema Hochwasserschutz

Bei der Erstellung eines Niederschlagsabflussmodells, die im Rahmen der ILE "Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland" erfolgen wird, muss die Gemeinde Himmelkron mit einer Kostenbeteiligung von 5742 Euro rechnen. Mit dem Modell soll der Hochwasserschutz am "Weißen Main" von Bad Berneck bis nach Ködnitz verbessert werden. Bürgermeister Schneider stellte dazu fest: "Wir wollen damit auch zur Versachlichung der Diskussionen beitragen. Es wurden ja schon wiederholt Kommentare abgegeben, aber auf dieses Niveau begebe ich mich nicht."

Die Sanierung der Filteranlage des Freibads Himmelkron wird die Firma WBG, Kulmbach, zum Preis von 16 184 Euro vornehmen. Bürgermeister Schneider: "Das ist ein klares Bekenntnis zum Erhalt unseres Freibades."

Nicht so glatt verlief die Abstimmung zum Förderantrag des SV Lanzendorf zur beabsichtigten Dachsanierung des SV-Sportheimes. Hier ging es um die Übernahme der Materialkosten von 7738 Euro. Mit Blick auf die Gesamtkosten einschließlich des Arbeitslohnes von rund 16 000 Euro schlug Bürgermeister Gerhard Schneider einen pauschalen Zuschuss von 6500 Euro vor. Gemeinderat Rudi Gumtow (SPD) plädierte für die Übernahme aller Materialkosten: "Der Verein ist nicht auf Rosen gebettet, und wir sollten es als eine einmalige Sache betrachten und hier großzügig sein." Der weitergehende Antrag von Gumtow brachte ein Patt von 8 zu 8 Stimmen und damit eine Ablehnung zur Übernahme der gesamten Materialkosten. Zum Antrag von Bürgermeister Schneider, dem Verein einen Zuschuss von 6500 Euro zu gewähren, gab es dagegen volle Zustimmung.

Dritter Bürgermeister Peter Aßmann (SPD) informierte den Gemeinderat noch über den Mobilitätsservice für die Senioren der Gemeinde, den er abwechselnd mit Gemeinderat Hans Matussek (CSU/FWG) jeden Freitag durchführt. Bei 53 Fahrten wurden 504 Personen befördert. Dieser Dienst wird auch im kommenden Jahr wieder angeboten.

Unabhängig davon, wie die endgültige Entscheidung über den Ersatzneubau der 380-kV-Leitung des "Ostbayernrings" ausfällt, wird die Gemeinde Himmelkron nochmals formal gegen die ursprüngliche Trasse Einspruch einlegen.

Zweiter Bürgermeister Harald Peetz würdigte am Schluss die Arbeit von Bürgermeister Gerhard Schneider und aller gemeindlichen Mitarbeiter im Rathaus, Bauhof und den Kindertagesstätten.



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