LKR Coburg

Viel zu tun in der Puppenstadt

Neustadt geht eine ganze Reihe von Projekten an. Die Gunst der Stunde bescherte gute Förderung und die wird ausgiebig genutzt. Doch es tut sich mehr in der Stadt als Bauarbeiten.
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Der radikale Umbau des Rathauses ist noch im Gange, da rollen schon die Maschinen auf den Marktplatz. Das "Wohnzimmer" der Stadt wird gründlich aufgehübscht. Das dauert. Doch am Ende soll es ein Marktplatz werden, den zu betrachten Leute von weither kommen. Den aber vor allem die Neustadter so schön finden, dass sie ihn mit Leben erfüllen.

Mit Leben erfüllt wird derweil bereits die Zusammenarbeit der Nachbar- und Partnerstädte Neustadt und Sonneberg. Nach einem gemeinsamen grenzübergreifenden Tag der Franken folgte gar eine historische gemeinsame Stadtratssitzung. Dass dabei ein gemeinsames Entwicklungskonzept auf den Weg gebracht wurde, darf als Verdienst der Stadtoberhäupter Heiko Voigt in Sonneberg und Frank Rebhan in Neustadt gesehen werden.

Nicht nur in der Kernstadt geht es voran mit den Bauprojekten. In Fechheim wird endlich an der Kirche gearbeitet, die jahrelang schon eine ruhende Baustelle war. Ein Stück des Deckenputzes hatte sich gelöst und war ins Kirchenschiff gestürzt. Seither wird darum gerungen, wie die Decke an ihrem Platz gehalten und saniert werden kann. Inzwischen sorgte die Trockenheit dafür, dass sich die Fundamente gesetzt haben - eine Baustelle in der Baustelle. Jetzt geht es voran. Das tat es auch für Natali Vrtkovska. Die junge Neustadterin kam bei der Fernsehshow "Deutschland sucht den Superstar" einige Runden weiter und machte ihre Heimatregion bundesweit bekannt. Und im neuen Jahr geht es für sie weiter voran: Der Bachelor heißt die nächste Show, in der sie dabei ist.

Es gibt auch kuriose Ereignisse 2019 in Neustadt. Auf dem Friedhof muss vor Krähen gewarnt werden. Besucher des Gottesackers beschweren sich, dass ihnen die schwarzen Gesellen um die Ohren fliegen. Die verteidigen ihr Nest, das sie ausgerechnet in einem Friedhofsbaum gebaut haben.

Die Infotafeln auf dem Prinzregententurm beschäftigen den Stadtrat. Sie sind offenbar länger nicht aktualisiert worden - Schließlich ist dort noch der Gaskessel eingezeichnet, den es seit vielen Jahren nicht mehr gibt. Problem: Hausherr ist nicht die Stadt, sondern der Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten. Man wird verhandeln müssen.

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