Viel Neues von Ranga und Weinleite

Dass das Kulmbacher Land eine Genussregion ist, ist nichts Neues. Dennoch überraschte der Erfolg des "Agrotourismus"-Versuchs die Verantwortlichen. Das schlechte Wetter konnte der Veranstaltung jedenfalls nichts anhaben.
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Damit hatten die Akteure des Aktionstages "Agrotourismus" nicht einmal in ihren kühnsten Träumen gerechnet: Dass das Projekt "Kostbarkeiten zwischen Ranga und Weinleite" vom Start weg zu einem derartigen Erfolg werden würde. Und das, obwohl sich das kalte, regnerische Wetter nicht von seiner besten Seite zeigte. An allen Standorten erschienen Hunderte von Besuchern, nicht nur aus der Region Kulmbach, sondern auch aus den Nachbarlandkreisen, die einfach neugierig waren, was es zwischen dem "Ranga" und der "Weinleite" für Kostbarkeiten zu entdecken gibt. Und sie staunten nicht schlecht, wie vielfältig das Angebot war.
Klaus Schaumberg vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der die Fäden für dieses ehrgeizige Projekt und insbesondere den Aktionstag in der Hand hatte, war wohl am meisten überrascht: "Jeder war aufgeregt, weil wir einfach nicht wussten, wie es ankommt. Ich bin absolut positiv erstaunt, dass so viele Leute zu diesem Aktionstag gekommen sind und dies trotz des schlechten Wetters. Wir sind alle von der Resonanz begeistert." Für viele Anbieter war der Aktionstag ein regelrechter Glückstag, denn sie waren wie der Grampp`n Hof in Fölschnitz am Mittag schon ausverkauft.


"Wir haben ein tolles Angebot"

Die erste Idee zu diesem Projekt war vor zwei Jahren enstanden und Klaus Schaumberg brachte damals die Kreis- und Gemeinderätin Anita Sack ins Spiel: "Sie sagte damals, dass es zwar im Frankenwald das "Agrotourismus"-Projekt gebe, aber die beiden Gemeinden Ködnitz und Trebgast fühlen sich nicht so richtig zum Frankenwald gehörig, auch nicht zum Fichtelgebirge und trotzdem haben beide Gemeinden eine Menge zu bieten, was den "Agrotourismus" angeht. Irgendwann kam dann die Idee zustande, als Experiment so einen Tag der offenen Tür zu machen, wo man möglichst Viele von den Betrieben, Bauernhöfen und Akteuren zusammenbringt."
Entscheidend war auch, dass die Unterstützung von den beiden Gemeinden Ködnitz und Trebgast keine Frage war und allen Akteuren sehr schnell bewusst wurde: "Wir haben ein tolles Angebot, wir können uns darstellen."


An der Seite der Erzeuger

Landrat Klaus Peter Söllner zeigte sich rundum begeistert: "Bei diesem wirklich äußerst mäßigen Wetter eine solche Resonanz, das ist beachtlich. Das zeigt, dass die Menschen sich mit der Heimat und den heimischen Betrieben identifizieren wollen, wenn sie können. Diese Chance habt ihr ihnen gegeben. Was wir schaffen wollen, dass wir unsere regionalen Produkte darbieten und dass wir letztendlich den "Agrotourismus", der zum Beispiel in Italien schon seit vielen Jahren ein hervorragendes Standing hat, auch für Oberfranken für prädestiniert halten, weil wir die Genussregion sind und zur Genussregion gehören vor allem die Erzeuger. Deshalb ist diese Initiative im hohen Maße zu begrüßen. Wir sind seit vielen Jahren an der Seite unserer Erzeuger und gerade der Rangabauer ist ein ganz besonderes Beispiel, wie hier der Hofladen, ein stückweit die Gastronomie und der Bauernhof eine wunderbare Symbiose eingehen."
Bürgermeister Werner Diersch sprach für die Gemeinde Trebgast von einem tollen Aktionstag: "Der nicht nur für Fremde ansetzt, sondern auch für unsere Bürgerinnen und Bürger da ist, um sie auf das Angebot in der Region aufmerksam zu machen. Wir haben ein vielfältiges und wunderbares Angebot, das es auf den einzelnen Betrieben und Stationen wert ist, bekannt zu werden." Diersch ließ offen, ob dieser Aktionstag künftig jährlich wiederholt wird: "Er war für die Akteure sicherlich ein anstrengendes Ereignis und eine Wiederholung ist denkbar, aber es muss ja nicht jedes Jahr sein. Den Turnus werden sicherlich die Akteure finden."


Kostbarkeiten entdeckt

Für Vorstand Dieter Bordihn von der VR Bank Oberfranken Mitte war es keine Frage, das Projekt zu unterstützen: "Dieses Konzept der Anbieter und auch das nachhaltige Wirtschaften ist ja eigentlich auch prägend für unsere Genossenschaft, die in der Region verwurzelt ist. Mir hat vor allem der Titel des Aktionstages "Kostbarkeiten zwischen Ranga und Weinleite" gefallen. Manchmal ist es einem gar nicht bewusst, was wir hier für Kostbarkeiten haben."
Bürgermeister Stephan Heckel-Michel sprach die Vielfalt der Kostbarkeiten und Angebote an: "Wenn das Wetter noch schöner gewesen wäre, wäre es gar nicht auszuhalten gewesen, denn so viele Besucher hätten wir gar nicht unterbringen können. Bei dem bescheidenen Wetter so eine Resonanz, dann können wir uns vorstellen, was bei einem super Wanderwetter letztendlich los gewesen wäre", so Heckel-Michel.
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