Kemmern
kemmern.infranken.de  Die Freiwillige Feuerwehr Kemmern lud zur Jahreshauptversammlung ein.

Viel Lob und Ehr' bei der Wehr

Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in der Brauerei Wagner begrüßte Zweiter Vorsitzender Volker Pflaum die beiden Bürgermeister Rüdiger Ge...
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Von links: Erster Bürgermeister Rüdiger Gerst, Zweiter Vorsitzender Volker Pflaum, Hauck Robert (50 Jahre), Zweiter Kommandant Wolfgang Eichhorn, Willi Molitor (70 Jahre), Adam Schütz (50 Jahre), Erster Kommandant Bernhard Gries, Erster Vorsitzender Max Eichhorn Foto: p
Von links: Erster Bürgermeister Rüdiger Gerst, Zweiter Vorsitzender Volker Pflaum, Hauck Robert (50 Jahre), Zweiter Kommandant Wolfgang Eichhorn, Willi Molitor (70 Jahre), Adam Schütz (50 Jahre), Erster Kommandant Bernhard Gries, Erster Vorsitzender Max Eichhorn Foto: p
Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in der Brauerei Wagner begrüßte Zweiter Vorsitzender Volker Pflaum die beiden Bürgermeister Rüdiger Gerst und Hans-Dieter Ruß, die anwesenden Gemeinderäte und das Ehrenmitglied Georg Wagner.
Erster Vorsitzender Max Eichhorn blickte in seinem Rechenschaftsbericht unter anderem auf die Feierlichkeiten zum 1000-jährige Bestehen der Gemeinde zurück. Die FFW beteiligte sich neben dem Festwochenende mit dem Schirmherrn Markus Söder und dem großen Festzug auch am Apfelmarkt, dem Lichterfest und dem zweitägigen Weihnachtsmarkt. Die Feuerwehr wird auch 2018 an den üblichen kirchlichen und gemeindlichen Veranstaltungen teilnehmen. Seinen besonderen Blick lenkte Eichhorn auf den Brandschutztag am 9. September, an dem das neue Feuerwehrhaus eingeweiht werden soll.
Erster Kommandant Bernhard Gries listete aktuell 47 Kameraden in der Wehr auf, davon drei Frauen und fünf Mitglieder der Jugendgruppe. Hans-Dieter Ruß wurde nach über 42 Jahren freigestellt. 2017 waren 50 Einsätze zu verzeichnen, davon 27 THL- und fünf Brandeinsätze, zwei Sicherheitswachen und 16 sonstige Tätigkeiten. Auf dem Dienstplan der Aktiven standen auch 23 Übungen. Mathias Panzer absolvierte erfolgreich den Gerätewart- und Christian Keller den Zugführerlehrgang. 2017 erhielt die Wehr auch eine Löschlanze, einen neuen Türöffnungssatz und ein digitales Mobilfunktelefon mit Internetfähigkeit.
Ein Thema, dass zurzeit den Feuerwehrleuten überall zu schaffen macht, ist der fehlende Respekt, dass Kameraden bei den Einsätzen ignoriert, angepöbelt und behindert werden. Hierzu verlas Gries den anonymen Brief eines Berufsfeuerwehrmannes aus einer Fachzeitschrift, der unter die Haut ging. In ihm wird geschildert, mit welchen Erlebnissen und grausamen Bildern ein FW-Mann leben muss, wie er seine Gesundheit und sein Leben für andere aufs Spiel setzt.
Die Errichtung einer Kindergruppe ab 6 Jahren bei der Feuerwehr, um auch in Zukunft einsatzfähig zu bleiben, ist ein weiteres Thema der nächsten Jahre. Gries dankte allen Aktiven, dem Verein und der Gemeinde für die stetige Unterstützung.


Für Nachwuchs werben

Für die Jugendfeuerwehr berichtete Christian Derra. Die drei Neuzugänge Elias May, Simon Henkel und Nick Schwinn ergänzen die Gruppe. 24 Übungen, die Übergabe eines selbst gebauten Sandkastens an Asylbewerber und die Einbindung in das 1000-jährige Jubiläum der Gemeinde gehörten zum Programm. Als kleines Dankeschön unternahm man einen Ausflug zum Klettergarten und Schwimmbad nach Pottenstein. Die Werbung neuer Jugendlicher und der Aufbau einer Kindergruppe sind die Ziele des Feuerwehrvereins in den nächsten Jahren.
Kassenwart Helmut Ortlauf berichtete über 170 Mitglieder zum Jahreswechsel und eine erfreuliche Entwicklung der Finanzen. Revisor Bernhard Dorsch hatte keinerlei Einwände.
Ein Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung langjähriger Mitglieder. So erhielten Robert Hauck, ehemaliger Fahnenträger, und Adam Schütz, langjähriger "Kaffee-Organisator" bei Festen, für 50 Jahre die goldene Ehrennadel mit Urkunde und einen Bierkrug. Willi Molitor, ein ehemaliger Maschinist und Oberfeuerwehrmann, wurde für 70 Jahre Treue zum Verein geehrt.
Für die Gemeinde überbrachte Erster Bürgermeister Rüdiger Gerst die Grußworte. Bei den vielen Aufgaben seien die technischen Hilfeleistungen in der Überzahl und die Katastropheneinsätze würden steigen. Die Großveranstaltungen der 1000-Jahrfeier im letzten Jahr wären ohne den Einsatz der Feuerwehr nicht möglich gewesen, so Gerst. Eine sorgfältige Planung machte einen reibungslosen Ablauf möglich. Der Festzug wurde durch die Teilnahme mit den FW-Leuten in alten Uniformen, dem alten Spritzenanhänger und den Paten- und Nachbarvereinen aufgewertet. Die ständige Ergänzung der Ausrüstung und die Anschaffung der neuesten Geräte sei der richtige Weg, um die Feuerwehr schlagkräftig zu erhalten. Der Bau des neuen FW-Hauses macht große Fortschritte, berichtete Gerst. So wurden bereits 1,2 Millionen Euro ausgegeben, der Bau liegt im Zeitplan und der Einweihung am Brandschutztag steht aus heutiger Sicht nichts im Wege. Der Bürgermeister dankte dem Verein für seine finanzielle Beteiligung am Feuerwehrhaus, den Führungskräften für die Ausbildung, den Aktiven und allen Helfern in der Wehr.
Hans-Dieter Ruß

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