Herzogenaurach

Viel Blut und jede Menge Spaß

Bei Einsätzen bieten sich den Rettungskräften oft Bilder, die sie nicht so schnell vergessen. Aber auch dieser Art von Belastung kann man durch entsprechende Trainings etwas entgegensetzen. Das Jugendrotkreuz spielt da eine wichtige Rolle.
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Eine realistische Darstellung fordern die Einsatzkräfte, obwohl es "nur" eine Übung ist.  Fotos: th
Eine realistische Darstellung fordern die Einsatzkräfte, obwohl es "nur" eine Übung ist. Fotos: th
Die Notfalldarstellungsgruppe des Jugendrotkreuzes Erlangen-Höchstadt hilft bei kleineren Fallsimulationen der Sanitätsbereitschaften des Bayerischen Roten Kreuzes und Abschlussprüfungen der Rettungsdienstausbildungen des Ortsverbandes Erlangen-Höchstadt des Bayerischen Roten Kreuzes. Außerdem sind die "Jungschauspieler" bei Brandübungen und nachgestellten Autounfällen der Feuerwehr sowie überregionalen Katastrophenschutzübungen mit Polizei, Feuerwehr, Notfallseelsorge und den verschiedenen Hilfsorganisationen mit im Einsatz.
Die Notfalldarstellung ist ein Kernbestandteil des Jugendrotkreuzes. Sie setzt sich zusammen aus ehrenamtlich engagierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Bei Übungen stellen sie sowohl die Erkrankten und Verletzten als auch die Schminker und Betreuer, welche auf die Sicherheit der Darsteller achten.


Es blutet einfach überall

Detailliert geplante Szenarien und aufwendig geschminkte Wunden mit Latex, Wachs, Blasen-Gel und verschiedenen Sorten von Kunstblut lassen die Verletzungen täuschend echt erscheinen und ermöglichen den Einsatzkräften ein realitätsnahes Üben. "Dies ist essenziell für das Trainieren von medizinischen Maßnahmen, Rettungstechniken und das Vertiefen von Einsatztaktiken bei nachgestellten Großschadenslagen", sagt Anne Harder von der Jugendrotkreuztruppe. Außerdem demonstrieren die Darsteller das Können der breiten Bevölkerung im Rahmen von Schauübungen - wie zum Beispiel zuletzt bei der Übung anlässlich der 150-Jahresfeier der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenaurach.


Weiterbildung ist wichtig

Die Notfalldarstellungsgruppe bildet sich monatlich fort und übt realistisches Verhalten in Ausnahmesituationen - vom Bewusstlosen bis zum vor Schmerzen schreienden Patienten, von der Drehleiterrettung bis hin zum Herausschneiden aus dem Auto ist alles dabei. Anne Harder erzählt: "Wir trainieren gemeinsam unser maskenbildnerisches Können und lernen die verschiedenen Erkrankungen und Verletzungen kennen. Über das Jugendrotkreuz besteht auch die Möglichkeit zur vertieften Ausbildung im Sanitätswesen und dem Einstieg in den Rettungsdienst."
Es sei der Gruppe ein besonderes Anliegen die Mitglieder individuell zu fördern und weiterzubilden, so dass jeder Spaß hat und "wir die Helfer zum Schwitzen bringen". ah, mb
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