Rödental

Viel, aber nicht alles auf einmal

Straßenschäden beschäftigen den Bausenat der Stadt. An vielen Stellen besteht Handlungsbedarf. Es gilt aber Prioritäten zu setzen - eine nicht immer ganz leichte Aufgabe.
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Pfützen, hier auf der Brücke über den Krebsbach in Spittelstein, zeigen den Mitgliedern des Bausenats bei ihrer Besichtigungsfahrt Schäden an den Straßen im Stadtgebiet. Foto: Rainer Lutz
Pfützen, hier auf der Brücke über den Krebsbach in Spittelstein, zeigen den Mitgliedern des Bausenats bei ihrer Besichtigungsfahrt Schäden an den Straßen im Stadtgebiet. Foto: Rainer Lutz

Alle Straßen im Stadtgebiet topp in Ordnung zu bringen, bleibt wohl auch in Rödental ein Traum, der kaum zu erfüllen ist. Der Bausenat ging jetzt auf Besichtigungstour, um sich ein Bild davon zu machen, wo der Handlungsbedarf am größten ist. Prioritäten festzulegen ist dabei nicht immer ganz einfach.

Beispiel Waldstraße: Die größten Löcher wurden zumindest einigermaßen geschlossen, damit im Winter nicht Wasser eindringt und der Frost die Schäden noch größer macht. Seit einem Wasserrohrbruch im vergangenen Jahr, für den die Straße tief aufgegraben werden musste, wissen die Baufachleute, dass der Unterbau in der Straße praktisch diese Bezeichnung gar nicht verdient. Er stammt aus einer Zeit, als Straßen nicht für schwere Fahrzeuge ausgelegt wurden - und wenig Geld zur Verfügung stand.

Trotzdem entschied der Senat, hier auf einen grundhaften Ausbau zu verzichten. Eine neue Tragschicht erschien aus Kostengründen angesichts der eher geringen Belastung der Straße ausreichend. Dafür kann dann auch gleich ein Teil der Ringstraße mit repariert werden. "Ein Vollausbau ist immer besser, aber wenn wir voll ausbauen, können wir halt immer nur einige wenige Straßen pro Jahr ausbauen", gab René Arnold vom Bauamt zu bedenken.

Neue Decke für die Brücke

So kommt auch die Brücke der Sandstraße über den Krebsbach in Spittelstein zu einem neuen Überzug. Tiefe Risse geben nämlich Anlass zur Sorge, dass sich Frostschäden bilden könnten, die irgendwann die Tragkraft der Brücke gefährden würden.

In Blumenrod ist es die Straße Am Krebsbach, die im Einmündungsbereich Sorgen bereitet. Auch hier soll die Tragschicht abgefräst und durch eine neue Asphaltdecke ersetzt werden. In Thierach hat der Meisenweg bereits eine neue Decke bekommen. Damit ist aber der Stadtteil noch nicht aus der Prioritätenliste für den Straßenunterhalt heraus. Die Hauptachse zur Erschließung heißt Thierach. Sie ist sanierungsbedürftig. Das gilt aber ebenso für die ringförmige Erschließung durch den Finkenweg.

Vollsperrung nötig

Beim Ausbau der Thierach bleibt den Anwohnern wohl eine Vollsperrung über einige Tage nicht erspart, waren sich die Mitglieder des Senats nach der fachlichen Beurteilung durch das Bauamt einig. Damit dies nicht mehrmals passieren muss, soll auf Bauabschnitte verzichtet und die Straße in einem Stück in Stand gesetzt werden.

Dabei machen zwei große Bäume noch Sorgen, für die im bisherigen Straßenausbau gepflasterte Baumscheiben eingebaut sind, damit Wasser in die Erde eindringen kann. Wie damit bei der Sanierung der Straße umgegangen werden soll, muss noch festgelegt werden. Der Finkenweg muss noch einmal warten, denn "alles können wir nicht auf einmal machen", wie Bürgermeister Marco Steiner (FW) einer Anwohnerin erklärte, die auf den Zustand des Finkenwegs aufmerksam gemacht hatte.

In Mönchröden geht der Ausbau mit Glasfaserkabeln für bessere Internetverbindung weiter. Die Straßen Am Rabersbach und Nußeite werden angebunden. Handlungsbedarf was den Straßenzustand angeht, stellten die Mitglieder des Bausenats aber in diesem Bereich, entlang der Weinbergstraße bis zur Einmündung in die Nußleite ebenfalls fest.

Die Engstelle in der Mecklenburger Straße soll bald verschwunden sein. Dort sorgt momentan noch eine Baustelle für die Gasversorgung für Behinderungen, die Arbeiten dort sollen aber demnächst fertig werden, hieß es bei der Sitzung des Bausenats.

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