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Trebgast
Haushalt

VG Trebgast will jetzt Schulden abbauen

Die Verwaltungsgemeinschaft Trebgast hat für das Jahr 2020 einen soliden Haushalt ohne größere Baumaßnahmen vorgelegt. Das Gesamtvolumen von 876 400 Euro liegt auf Vorjahresniveau. Kernpunkt des Verwa...
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Die Verwaltungsgemeinschaft Trebgast hat für das Jahr 2020 einen soliden Haushalt ohne größere Baumaßnahmen vorgelegt. Das Gesamtvolumen von 876 400 Euro liegt auf Vorjahresniveau.

Kernpunkt des Verwaltungshaushalts, der 805 600 Euro umfasst, sind die Personalkosten in Höhe von 579 400 Euro. Eingerechnet sind hier tarifliche und besoldungsrechtliche Erhöhungen sowie eine Deckungsreserve von 10 000 Euro. Kostensteigerungen von fast 18 500 Euro verursachen einen sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand von 173 800 Euro.

Im Ergebnis ergibt sich eine Unterdeckung von 636 900 Euro, das sind 154,85 Euro pro Einwohner, die durch eine Umlage ausgeglichen wird. Aufgrund der Einwohnerzahlen zum 30. Juni 2019 ergeben sich für die Gemeinde Harsdorf (982 Bürger) 152 063 Euro, für Ködnitz (1560) 241 566 Euro und für Trebgast (1571) 243 270 Euro.

Im Vermögenshaushalt sind je 15 000 Euro für Zimmerausstattungen und neue Hardware, 10 000 Euro für restliche Tiefbauarbeiten und 24 600 Euro für die Tilgung vorgesehen. Zur Deckung dieser Ausgaben werden eine Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt von 49 000 Euro und eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage veranschlagt.

Aus Sicht der Verwaltung ist der Haushalt 2020 im Hinblick auf die Ausgaben großzügig bemessen. Ihrer Meinung nach soll die allgemeine Rücklage von voraussichtlich 35 000 Euro in den nächsten Jahren sukzessive aufgestockt und überwiegend für die Rückführung des Darlehens verwendet werden.

Im Finanzplan bis 2023 sind zusätzliche Sondertilgungen berücksichtigt. Der Schuldenstand zum 31. Dezember 2020 wird etwa 125 000 Euro betragen. Zusammenfassend erklärte Gemeinschaftsvorsitzender Günther Hübner: "Das Verwaltungsgebäude wurde barrierefrei angelegt und auf den neuesten Stand gebracht." Ziel sei es jetzt, dass die VG wieder schuldenfrei wird.

Der Haushaltsplan, die Finanzplanung und das Investitionsprogramm bis 2023 wurden einstimmig verabschiedet.

Räumliche Veränderungen ergeben sich durch die Schaffung einer zusätzlichen Stelle im Bauamt. Für diese zweite Kraft wird das Kopierzimmer vom ersten Stock ins Erdgeschoss verlegt. Das bisher im Dachgeschoss untergebrachte Archiv wird derzeit ins "Rathaus II" in der Bahnhofstraße verlegt. Im dadurch frei werdenden Raum werden Aktenschrank und Ordner des Bauamts deponiert.

Der Rechnungsprüfungsausschuss beschäftigte sich mit den Jahresrechnungen 2016 bis 2018, in denen überwiegend der Um- und Ausbau des Verwaltungsgebäudes erfolgte. Besonderes Augenmerk wurde deshalb auf Ausschreibungen, Abrechnungen und Leistungsberechnungen in diesem Zeitraum gelegt. Der Ausschuss bescheinigte eine korrekte und ordentliche Haushaltsführung, so dass die Versammlung die Feststellung und Entlastung einstimmig beschloss. Am Ende der Legislaturperiode sagte Hübner: "Die VG ist gut aufgestellt und für die Zukunft gerüstet." hd