Frohnlach
jubiläum

VfL Frohnlach besteht seit 100 Jahren und blickt nach vorne

Der VfL Frohnlach feiert sein 100. Jubiliäum vom 5. bis zum 7. Juli am Willi-Schillig-Stadion. Aus diesem Anlass blicken die Verantwortlichen des Vereins zurück und kommen zu folgender Erkenntnis: Man...
Artikel drucken Artikel einbetten

Der VfL Frohnlach feiert sein 100. Jubiliäum vom 5. bis zum 7. Juli am Willi-Schillig-Stadion. Aus diesem Anlass blicken die Verantwortlichen des Vereins zurück und kommen zu folgender Erkenntnis: Manchmal haben schlimme Erfahrungen auch etwas Gutes. Die Wirren des Ersten Weltkriegs verschlugen Max Jung und Max UItsch auf die britische Insel. Während der Kriegsgefangenschaft kamen sie mit dem noch jungen Fußballsport in Berührung und brachten die Idee nach der Entlassung mit in die oberfränkische Heimat. Nachdem sie acht weitere junge Männer begeistern konnten, erfolgte im Jahr 1919 die Gründung des "SK Arminia Frohnlach".

Die Anzahl der Recken reichte noch nicht für eine Mannschaft, aber schnell waren neue Interessenten gefunden und man brauchte auch noch einen Fußballplatz. Zwei Jahre nach der ersten Idee konnte das erste Spiel ausgetragen werden und nach einer intensiven Diskussion wurde 1925 eine Fusion mit dem TV Frohnlach realisiert. "Der ,VfL Frohnlach‘, wie wir ihn kennen, war geboren", heißt es in einer Pressemitteilung des Jubelvereins.

Das 100-jährige Bestehen ist Anlass für den VfL, am Wochenende vom 5. bis zum 7. Juli auf das Erreichte zurückzublicken und am Vereinsgelände in einem Festzelt zu feiern. Aus kleinen Anfängen sei dank kontinuierlicher Arbeit ein sehr erfolgreicher Verein geworden, welcher das Coburger Land über viele Jahre bayernweit vertreten und einige Meriten erworben habe, heißt es in der Mitteilung, in der auch eine "kleine Aufstellung der Erfolge des VfL Frohnlach, welche das Herzblut der Aktiven und eine sachorientierte Vereinsführung dokumentieren", präsentiert wird:

• Mit dem Start der neuen Landesligasaison spielt der VfL Frohnlach im 40. Jahr auf Verbandsebene Bayern, das heißt entweder Bayern- oder Landesliga. Die erfolgreichste Saison war - trotz der Konkurrenz durch den aufstrebenden SC Weismain, der parallel in der Regionalliga Süd spielte - die Saison 1996/1997, als man auf dem 4. Platz in der Bayernliga finalisierte und Mannschaften wie den FC Schweinfurt oder Jahn Regensburg hinter sich lassen konnte.

• Dabei konnten 23 Jahre mit drei Trainern an der Seite absolviert werden, was gegen die allgemeine "Hire- and-fire"-Mentalität spreche: Rekordhalter ist Rolf Lamprecht. Fast ebenso lange standen Manfred Müller und Karl-Heinz Zapf an der Seitenlinie.

• In der ewigen Bayernliga-Tabelle liegt der VfL Frohnlach an elfter Stelle. Bei der Landesliga-Nord reicht es trotz langjähriger Bayernliga-Präsenz noch zu Platz 14.

• Für sechs Fußballer war der VfL Frohnlach das Sprungbrett in die Bundesliga. Insgesamt absolvierten Spieler, welche das VfL-Dress getragen hatten, 454 Bundesligaspiele. Dabei wechselten fünf Spieler vom VfL Frohnlach nach oben und ein Kicker ging den umgekehrten Weg.

• Das Vereinsgelände wurde seit der Verlegung des Sportplatzes im Jahr 1958 an den Wirtsteich sukzessive ausgebaut und ist immer im Vereinseigentum geblieben. Das Hauptspielfeld im "Willi-Schillig-Stadion" bietet Platz für circa 4000 Zuschauer und entspricht den Anforderungen für den Regionalligabetrieb. In den 1980er Jahren, der Hochzeit des Amateurfußballs, konnte man regelmäßig einen Zuschauerdurchschnitt von über 1000 erreichen. Highlights waren die Spiele gegen den TSV 1860 München oder auch die Derbys gegen den VfB Coburg und den FC Kronach.

Auch wenn die Gründungsgeneration des Aufschwungs in den 1970er und 1980er Jahren altersbedingt kürzertreten musste, konnte die Kontinuität gewahrt werden. Der Sohn des Mäzens Willi Schillig, Klaus Schillig, hat Anfang der 2010er Jahre das Heft des Handelns übernommen und seine Bereitschaft erklärt, das Werk der Vorfahren fortzuführen und sich über die Firma Willi Schillig - Polstermöbelwerke weiterhin finanziell im Interesse des Vereins einzubringen.

Grund zu feiern, und dabei spielt das Leder, welches an allen drei Festtagen rollt, eine wichtige Rolle: am Freitag, 5. Juli, um 18.30 Uhr eröffnen die Alten Herren den Festreigen und spielen gegen die SG Rödental. Ein Highlight ist der Toto-Pokal, welcher tags drauf ab 13 Uhr stattfindet.

Die besten Vereine aus der Region, FC Coburg, SV Friesen und FC Lichtenfels, duellieren sich mit dem VfL um die Trophäe. Den Abschluss bildet am Sonntag, 7. Juli, der Nachwuchs, welcher sich ab 10 Uhr zu einem Schüler- und Jugendturnier trifft.

Dazwischen wird im Festzelt gefeiert. Am Samstag, 6. Juli, findet ab 19.30 Uhr ein Ehrungsabend mit musikalischer Unterhaltung von Jochen Kroner statt, welcher auch mit seiner Band, den "Partyfranken", aktiv ist.

Die Bevölkerung ist zu den Spielen und Feierlichkeiten eingeladen und natürlich ist für Speisen und Getränke gesorgt, teilt der Verein mit. red

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren